My Heritage DNA-Test – ich habe es gewagt!

Ich habe es gewagt! – und einen DNA-Test bei MyHeritage machen lassen.

Ich denke viele von uns würde es einmal interessieren, welche Gene wir in uns haben – oft kennt man ja nur den eigenen Stammbaum bis Oma/Opa – aber was war davor? Mich hat es auf jeden Fall sehr interessiert und ich habe für 80€ plus Versand den Test angefordert.
Zugegeben macht man sich ja vorab schon so einige Gedanken, was im Test stehen könnte. In meinem Fall dachte ich, da meine Mutter aus Deutschland und mein Vater aus Schlesien (was heute Polen ist) kommt, dass ich sicherlich einige osteuropäische Gene in mir hätte. Anfangs hieß es aber erstmal: warten. Nach knapp zwei Wochen trudelte dann das DNA-Kit ein, mit dem ich ganz einfach zwei Wangenabstriche machen sollte und diese wieder zurück schicken (per Standardbrief ins Labor nach Amerika für 1,50€ – da hat man schon kurz Angst, dass der kleine Umschlag verloren geht *puh*). Nach zwei Wochen dann die Erlösung: Dank Verfolgung über die My Heritage-Website, bekam ich sofort mitgeteilt, dass mein Kit heile eingetroffen ist! Von dort an hieß es allerdings auch nochmal warten, bis die DNA soweit aufbereitet wurde, um die gewünschten Ergebnisse zu liefern. Angedacht waren dafür ebenfalls weitere 3-4 Wochen.

Aber ich hatte Glück! Bereits nach etwas über zwei Wochen und viel früher als erwartet, konnte ich meine Ergebnisse abrufen! Die Info bekam ich per Email und war super gespannt, als ich auf den Link klickte: Wie viel Osteuropäer steckt wohl in mir? Das überraschende Ergebnis: Ganze 2,8%!

Puh! Damit hatte ich nicht gerechnet – vor allem nicht damit, dass ich zu 47,6% aus dem Balkan stamme. In meinem Aussehen hat sich das nämlich nun wirklich nicht abgespiegelt – da treffen wohl eher doch die Baltin und das nord-/westeuropäische auf mich zu. Ebenso überraschend: Einfach mal so gar nicht Deutsch, obwohl ich hier geboren und aufgewachsen bin und auch meine Eltern (bis auf meinen Vater aus Schlesien).

Was mich wieder dahin brachte, warum ich den Test auch gemacht habe und warum ich ihn – wenn er nicht doch ein bisschen teuer wäre – gerne so einigen Menschen ans Herz legen würden. Vor einiger Zeit schon kursierte dieses Video über den DNA-Test im Internet:

Dabei wurden Leute u. a. befragt, was sie glauben, was ihre Wurzeln sind und auch welche Länder sie mögen und welche nicht. (Klassiker einer der Leute, die sagen: “I’m offended by Germans.” Ratet mal was bei ihm herauskam?)
Ebenso sagte am Ende eine Teilnehmerin (ungefähr übersetzt):

“Vielleicht lehne ich mich jetzt schon etwas weit aus dem Fenster: Aber so ein Test sollte für jeden Pflicht sein, dann würde es so etwas wie Extremismus nicht mehr geben. Wer würde denn wirklich noch denken, es gäbe etwas wie eine reine Rasse?”

Und genau so sehe ich das auch: Nicht nur im Zuge der Globalisierung, sondern auch schon viel früher bei den Völkerwanderungen, haben sich alle möglichen Kulturen miteinander vermischt. Reinrassig? Das wäre wahrscheinlich schon eine Sensation! Wir sind im Grunde alle Menschen – und wir gehören alle zusammen und sind längst miteinander verbunden. Leider sieht das nicht jeder so, aber ich weiß dank meinem Test jetzt, welche Länder ich auf jeden Fall noch besuchen möchte! Plus: In der DNA-Datenbank bekommt man direkt andere Matches vorgeschlagen, die den Test ebenfalls gemacht haben. Meine höchsten Matches liegen bei gerade einmal 0,8% DNA-Übereinstimmung und wohnen in den USA: Cousin und Cousine 4. Grades. Mega spannend!
Aber auch Väter haben sich über die Plattform wohl schon wiedergefunden – ganz unerwartet! Alleine dafür hat es sich dann wohl gleich doppelt gelohnt!

Was denkt ihr über das Thema? Würdet ihr einen Test machen lassen? 

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6 Kommentare

  • Daß es das gibt, wußte ich nicht, spannend! Ich weiß nur, dass meine Mutter zur Hälfte aus Sizilien stammt, aber was da sonst noch so in den Genen schlummert, also mich würde das sehr interessieren.
    Danke für diese Anregung, darüber muß ich mich näher informieren.

    Schöne Grüße,
    Bettina 🙋

  • Klingt echt interesant und ich glaube da würde niemand nein zu sagen. Mehr über seine Familie zu erfahren hat ja irgendwie auch etwas magisches an sich 🙂
    Alles Liebe,
    Janine

  • wow echt cool das du diesen Test gemacht hast. Ich hätte dort auch echt lust drauf und es würde mich auch sehr interessieren, denn meine Eltern kommen beide aus Deutschland und haben auch keine ausländlischen Wurzeln. Mal schauen ob ich auch diesen Test mal mache. Noch ist er mir etwas zu teuer.

    liebste Grüße
    Sabrina
    http://www.wonderlandmemory.blogspot.de

  • WOW! Danke für den Input, denke ich werde diesen Test auch machen lassen. Habe vorher schon das YOUTUBE Video entdeckt, hammer, einfach hammer. Jeder sollte so einen Test machen lassen, dann gäbe es weniger Rassismus auf der Welt.

  • Hallo Frau Achtert,
    ich entschuldige mich für meine Grammatik Ich lerne schon mehrere Jahre Deutschsprache, aber es ist noch nicht gut.
    Haben Sie an Net die Mitteilung geschrieben, die die Benennung, „My Heritage DNA-Test – ich habe es gewagt!“ hat?
    Wenn ja, so möchte an Ihre Anfrage „Was denkt ihr über das Thema? Würdet ihr einen Test machen lassen?“ Antworten.
    Ich denke, dass gute Idee ist und darum habe ich auch DANN-Test machen gelassen.
    Ich habe es gelesen und Sie nämlich ähnliche Ethnizitäten als ich.
    Petr Haikl ist Balkanbewohner 42,6%; Nord- und Westeuropäer 26,1%; Iberer 12,9%; Skandinavier 8,9%; Balte 8,6%; Orientale 0,9%
    Welche waren meine Motive? Ich wohne in Böhmen und auch bin ich und meine Eltern ebenfalls meine Großeltern dort geboren. Mein Nachname ist nicht gewöhnlicher tschechische Nachname und mein Aussehen ist mehre südeuropäisch. Mein erst Schritte waren durch genealogische Untersuchung. Ich habe den Vorteil gehabt, dass mein Großvater während des zweites Weltkrieg bei der Staatspost gearbeitet. Er musste seine arische Herkunft beweisen, sodass er die Dokumente aus die Register um seine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern haben. Aus die Seite mein Großvater haben meine Vorfahren drei Hundert Jahre im einen Dorf im Südböhmen gewohnt. Aus die Seite meine Großmutter haben meine Vorfahren zwei Hundert Jahre auch im einen Dorf im Südböhmen gewohnt.
    Alle meine Vorfahren haben mit nur mit Leute aus nahe gelegene Umgebung geheiratet. Ich wusste es, dass mein Großvater und Vorfahre haben auch zum deutschen Nationalität gemeldet. Aber war es nicht sicher, ob Sie mit deutsche Kolonisten gekommen sind oder nur als autochthone Bewohner waren.
    Wie ist es möglich, wenn meine Wurzeln im Südböhmen sind und habe ich die Ethnizität aus halb Europa?
    Vorher habe ich DANN-Test für Y-Haplogruppe und mtDNA-Haplogruppe machen gelassen. Wie war ein Ergebnis.
    Y-Haplogruppe war I2b und mtDNA-Haplogruppe war H.
    Y-Haplogruppe I2b ist ein Subgruppe Y-Haplogruppe I, der alter Europäer Leute vor letzte Eiszeit ins Europe gehört hat. Wenn Eisberg nach dem Zentraleuropa damals gegangen ist, so diese Leute ins Pyrenäenhalbinsel und Balkanhalbinsel sind zurückgezogen. Wenn ein Eisberg weg aus Europa gegangen ist, einige Leute sind im Zentraleuropa zurückgegehen und einige Leute haben am Ort geblieben. Darum Y-Hplogruppe I tritt im Nordwesten Europas, in Skandinavien, in Island, in Balkan, in Sardinien auf.
    Und so meine Ethnizitäten mit Vorhandensein Y-Haplogruppe I fast zusammenfallen. Also nicht zeichnet es, dass meine Vorfahrer aus ein halb Europe sind, aber nur es, dass ich mit Leute im Teile Europe genetische nähe mit mir sind.
    Es ist gute Theorie nicht wahr? 🙂

    Mit Freundliche Grüße Petr Haikl

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