Karma is a bitch!

Ja, auch ich nutze die Feiertage um beduselt…äh, besinnlich zu werden!

Ein Thema das mich aber tatsächlich gerade in letzter Zeit wieder sehr beschäftigt hat ist “Karma” – zumindest im weitesten Sinne.
Denn wenn wir mal ehrlich sind – das Sprichwort: “Das Karma wird dich noch einholen!” wird nicht wirklich oft zur Wirklichkeit oder? Zumindest kann ich meine Erlebnisse damit noch an einer Hand abzählen. Das Gegenteil – nämlich dass das Gegenüber ungestraft davon kommt und eventuell sogar noch im sehr positiven Sinne – ist doch viel öfter der Fall. Jetzt mögen manche sagen: “Ja, aber spätestens vor der Himmelstor (oder dem Höllentor)…!”. Na gut, aber ich hätte meine Genugtuung dann doch lieber – wirklich miterlebbar – zu Lebzeiten 😉

Wie ich auf das Thema komme? 
Beschäftigt hat es mich durch diverse Erlebnisse natürlich immer mal wieder – vor allem in den Situationen, in denen man denkt: “Okay, bringt nichts. Karma wird’s hoffentlich richten.”. Aber ganz aktuell hat es zugegeben mit meiner eigenen Gesundheit zu tun.
Man munkelt, wer das Leben schätzt, dankbar dafür ist und dementsprechend auch etwas dafür tut – wie sich gesund ernähren und viel bewegen usw. – der bekommt gutes Karma. Wird vom Schicksal (sofern man denn daran glaubt) besonders gut bedacht und es wird einem gut gehen.
Meine Erfahrung damit? Stimmt nicht. Schicksalsschläge oder Krankheiten achten auf so etwas nicht – und wenn du der gütigste und beste Mensch auf Erden bist. Genauso wie das Karma viel zu selten wirklich zurück schlägt – wenn, dann ist das wohl doch eher Zufall.
Ich bin selbst nicht gläubig, aber vielleicht doch ein wenig spirituell – geistig danke ich oft für alles, was ich habe. Das ich ein Dach über dem Kopf habe. Genug zu essen. Wunderbare Katzen und einen Menschen der mich liebt. Zeige mich demütig, dass ich oft so viel mehr möchte, aber im Grunde nicht wirklich brauche. 

So war ich erst wenige Stunden vor dem Anruf meiner Ärztin nochmal alles im Geiste durchgegangen und dachte mir “Ja, passt doch alles so wie es ist. Ich bin nicht mit allem zufrieden, aber es passt. Ich bin gesund und ich habe ein Dach über dem Kopf, das ist das Wichtigste.”
Pustekuchen! OP? Krebsvorstufe – vielleicht auch schon mehr? Nicht mehr zu lange warten? Wie bitte?! Puh. Nachdem ich erstmal in Tränen ausgebrochen bin und die Frage “Ist das Karma? Hab ich irgendwas angestellt?” beruhigt mit Nein beantwortet habe, habe ich beschlossen: “Karma is a bitch!” – zumindest wenn es Karma gibt – und dass ich ihm gehörig in den Hintern treten werde! Leider ist das Leben, zumindest wenn es nach meiner Auffassung geht, einfach ein Stück weit Zufall.

Kein Schicksal. Kein Karma.

(Natürlich kann man gerade gesundheitlich vieles vorbeugen – aber selbst wenn man sehr gesund lebt, ist man nicht gefeit vor allerlei “Zufällen” oder den einfach schlechten Genen.)

Viele fragen mich auch oft: Wie, du glaubst nicht nach ein Leben nach dem Tod? Dass da irgendwas kommt? Nicht ans Schicksal? Karma? Auf letzteres hoffe ich zumindest nach wie vor manchmal noch – aber ansonsten bin ich da wohl ziemlich…hm, manche nannten es “Verschlossen.”. 😉
Aber gerade das bringt mich einmal mehr dazu, nochmals dankbarer gegenüber allem zu sein was ich habe – vor allem gegenüber meiner Gesundheit! Ich möchte nichts von allem, was in meinem Leben passiert ist oder noch passieren wird, aufs Schicksal abschieben. Wenn dann auf einen wirklich blöden Zufall! Und dem Zufall werde ich ganz klar zeigen, dass auch zufällig wieder alles gut werden wird! ♥

Was sind eure Gedanken zum Thema Karma? Hat das Karma für euch denn wirklich schon mal “zurück geschlagen”? Erzählt mir doch gerne die Geschichte dazu 😀

[Fotos: www.catmason.de
Outfit: Pussy Deluxe / Napo-Shop ]

Autumn thoughts [OOTD & Zukunftsgedanken]

Es herbstelt! Endlich!
Auch wenn mir nun wieder dauerkalt ist und ich abends mit Wollsöckchen und Decke auf der Couch sitze (ja, ich bin wirklich verfroren – ich weiß gar nicht, was ich machen soll, wenn es in ein paar Wochen *richtig* kalt werden sollte…), so hat der Herbst auch einige tolle Seiten!
Angefangen bei den wunderbaren Herbstfarben an Baum & Busch, die sich wunderbar für Fotos eignen, bis hin zu mysteriösen Nebelfeldern und traumhaften Sonnenuntergängen (wenn auch viel zu früh!) ♥
Ebenfalls darf man nun langsam ganz offiziell wieder zu Gebäck (aber bitte noch kein Weihnachtsgebäck, außer man möchte es – wenn’s dann wirklich so weit ist – nicht mehr sehen können) und Glühwein (in meinem Fall Glögi – die finnische Variante; am liebsten mit Rosinen, wer sie mag! *njam*) greifen.
Der Kaffeekonsum wird weniger und dafür gibt es öfter mal einen Tee (gerne auch schwarz, das Koffein muss dann schon sein!).
…aber man wird im Herbst auch melancholischer und nachdenklicher. Zumindest geht es mir so – als ich letztens einen großen und schier endlos langen Vogelschwarm Richtung Süden fliegen sah, fing es an in mir zu arbeiten.
Jedes Jahr auf neue setzen sich Millionen Vögel in Richtung Süden in Bewegung – nur um im darauffolgenden Jahr wieder zurückzukehren, dabei wäre es sicherlich toll einfach in der Wärme zu bleiben, oder? Neben der Nahrung spielen laut Forschern aber auch Gewohnheiten eine Rolle bei der jährlichen Rückkehr.
Ein bisschen wie eine Endlosschleife.
Und genau so fühle ich mich an manchen Tagen, an denen die Nachdenklichkeit mit all ihren Sorgen und Zweifeln Oberhand gewinnt.
Mit 27 bin ich weiß Gott noch nicht in dem Alter um Torschlusspanik zu bekommen und doch – ich habe sie. Wenn ich auf die Gesamtheit meines Lebens zurück blicke, dann habe ich für Außenstehende bestimmt einen mehr als akzeptablen Werdegang, einen guten Abschluss, einen festen Job (und sogar noch drei Nebengewerbe) und eine feste Beziehung (der man bisher das verflixte 7. Jahr zum Glück auch noch nicht anmerkt ;)).
Für mich selbst allerdings möchte ich noch so viel erreichen, dass ich das Gefühl habe, mich ein wenig im Kreis zu drehen – und gar nicht weiß, wo ich anfangen soll – bei all der wenigen Zeit die man noch “Freizeit” nennen kann. Und in so manch stillem Moment, möchte ich einfach alles hinwerfen, um mehr von diesem kostbaren Gut “Freizeit” zu haben und um einfach mal wieder ein paar Wochen am Stück ausspannen zu können – ohne Verpflichtungen und ohne Termine.
Und ganz versteckt der Gedanke:
“Was wäre wenn ich meine Nebengewerbe endlich zum Hauptberuf machen könnte?”
Nur noch das arbeiten, was einem wirklich Spaß macht und die gesteckten Ziele endlich Wahrheit werden lassen. Wer träumt nicht davon?
Den ganzen Tag lang im Traumland mit Kosmetika und Glitzer-Tam-Tam verbringen (fyi: wer es noch nicht mitbekommen hat – eines meiner Nebengewerbe läuft als Visagistin und eines als Beraterin mit Mary Kay), hin und wieder ein schickes Fotoshooting oder eine Show (demnächst seht ihr übrigens tolle Opal-Colour-Haare von mir by Redken ♥) und nebenher noch ein paar Sachen für den Onlineshop basteln oder nähen. Und abends noch ein paar Stunden am ersten eigenen Buch schreiben. Das wär’s!
Doch dann die Zweifel: Der Freund ist schon selbstständig – was passiert wenn ich auch mal schlechte Monate habe? Dann können wir die Miete nicht mehr zahlen.
Deswegen auf Nummer sicher und den Hauptjob behalten.
Vielleicht hat man ja doch noch irgendwann Glück und schafft den Absprung irgendwie anders.
Natürlich wird man dieses Glück höchstwahrscheinlich nicht haben – tatsächlich würde nur der Sprung ins kalte Wasser helfen. Den ich ohne Rücklagen, die ich mir wiederum nicht leisten kann (irgendwas ist immer – und wenn es die letzte Tierarztrechnung über 500€ ist), könnte so ein Sprung doch ganz schön schmerzhaft werden.
Trotzdem: Der Gedanke “Was wäre wenn…?” verfolgt mich gerade in diesen Tagen fast täglich.
Und immer wieder komme ich zu dem Ergebnis: Irgendwann. Gerade ist kein guter Zeitpunkt. Das Risiko ist zu hoch.
Und fühle mich dabei ein wenig wie die Zugvögel, die sich im Kreis bewegen.
Und so vergeht dann Jahr für Jahr – und das “irgendwann” ist natürlich immer noch nicht da.
Dafür wird die Panik immer größer, die eigenen Träume vielleicht doch nicht mehr umsetzen zu können…
“Bowties are cool!” Wer (er)kennt die Vorlage?
Dann mummel ich mich mit einem Buch und mit einem Tee auf die Couch und bin trotzdem dankbar für das, was ich bisher schon habe. Denn ich weiß auch genau: Sobald man ein Ziel erreicht hat, wird man ein neues Ziel haben – und das Spiel geht von vorne los.
Wem geht es an manchen Tagen ähnlich?
Habt ihr eure Ziele vielleicht sogar schon erreicht – oder arbeitet ihr auch noch darauf hin?
Oder wisst vielleicht auch noch gar nicht genau, was die Zukunft bringen soll?
Hose: Mango
Hemdbluse: Reserved
Schuhe: Pimkie
Tasche: Papaya
 

 

[Stereotype-Vorurteile] oder “Vorurteile über Frauen mit zwei Gesichtern.”

Okay, ein besserer Titel ist mir jetzt leider nicht eingefallen (Vorschläge gerne gesehen! ;-)) – dieses Thema liegt mir auf jeden Fall schon seit Jahren auf der Zunge und vielleicht kennt das ja der ein oder andere tatsächlich auch so in der Art. Den Beitrags-Entwurf dazu habe ich schon Anfang des Jahres erstellt – nachdem ich mich mal wieder tierisch über eine bestimmte Aussage geärgert hatte… aber erstmal von Anfang an. Um was geht’s eigentlich?

Grob zusammengefasst geht es um die beiden gesellschaftlichen “Vorurteile”:
– Frau Nr. 1, liebt Kosmetik, styled sich gerne und tanzt daheim zu Popmusik
– Frau Nr. 2, liebt ihre Playstation, trägt gerne einen Casual-Look ohne Schnickschnack und liebt Rockmusik
Typenmäßig würde man Frau Nr. 1 jetzt vermutlich in die Schublade “weiblich-tussig-einfach gestrickt” stecken, oder?
Frau Nr. 2 hingegen bekäme das Prädikat “etwas burschikos-nicht kommerziell orientiert” – um beide Typen mal sehr vereinfach darzustellen.Dabei muss ich wohl keinem sagen, dass das nur die erste Einschätzung zu einer Person ist – “der erste Blick”. Ärgerlich genug, dass viele Menschen generell keinen zweiten Blick wagen – noch ärgerlicher, wenn Leute die man schon länger kennt, einfach nicht von ihren Vorurteilen loskommen möchten. Was manchmal sowohl ganz schön verägernd als auch verletztend sein kann – zumindest wenn man ein etwas empfindsames Wesen hat, so wie ich. Was wohl erklärt, warum ich diesen Artikel unbedingt schreiben möchte – und auf der Suche nach Gleichgesinnten bin 😉

Ich liebe Mode, Kosmetik und eigentlich alles was glitzert! Man weiß, dass ich darüber blogge, gerne Fotoshootings mache und nebenher auch noch mit MakeUp Geld verdiene. Zuhause höre ich die meiste Zeit gerne Popmusik. Meine Kleidung ist meist ziemlich bunt, auf jeden Fall muss immer ein Farbtupfer her. Erfüllt ziemlich Typ Nr. 1 oder? Und erfüllt wohl auch den allererster Eindruck, den viele wohl haben müssen – was nichts schlechtes ist, denn ich liebe diese Dinge wirklich!
Kritisch wird es, wenn die Leute – Leute die man schon länger kennt – einem alles tiefergehende oder “ins Gegenteil” gehende nicht zutrauen. Und ich mich frage: Warum? Darf man denn nicht im pinken Glitzer-Kleid vor der Playstation sitzen, nebenher Popmusik laufen lassen, während man sich abends zu einer Partie Schach verabredet hat?
Klingt ziemlich widersprüchlich? Ist es – oder eben einfach mehr als eine Facette. Mehr als eine Vorliebe und mehr als nur der erste Eindruck, bei dem man niemals bleiben sollte!
Denn manchmal würde ich das “süßes, oberflächliche Mädel” Image einfach ablegen. Aber dann müsste ich mich verstellen, meinen “ersten Eindruck” ändern – und dass das nicht in Frage kommt ist ohnehin klar, oder? 😉

Dabei philosophiere ich so gerne über alle möglichen Dinge (okay, meist mit mir alleine – ansonsten braucht es 1-2 Gläschen Wein), lese gerne Bücher (und ja keine Liebesschnulzen!), spiele gerne Schach, sofern ich jemanden finde, der ebenfalls noch Schach spielen kann (gar nicht so einfach in meiner Altersklasse!), zocke für mein Leben gerne Playstation (nur mehr Zeit hätte ich dafür bitte gerne… ;-), bin ziemlich nerdig und liebe Science Fiction (aktuell im Dr. Who-Fieber!), liebe die Natur und Tiere, gehe eigentlich nicht besonders oft in Clubs (wenn ich die Wahl habe, dann gehe ich lieber einen Nachtspaziergang machen!), höre durchaus neben Klassik und Pop auch gerne mal Metal und Alternatives und träume davon, irgendwann endlich mein eigenes Buch zu schreiben. Und meine eigene Kosmetiklinie zu entwerfen.
Und wer jetzt immernoch denkt, das passt alles nicht zusammen – der sollte definitiv nach dem zweiten Blick auch noch einen dritten wagen!

Neben mir habe ich aber auch Leute kennen gelernt, die das komplette Gegenteil sind – auf den ersten Blick “Typ Nr. 2” – aber auch auf gar keinen Fall zu viel “Weiblichkeit” zulassen möchten, eben um nicht in ein “Tussi-Schema” zu verfallen – gerade wenn man beruflich vielleicht etwas maskuliner auftreten muss, auch um ernst genommen zu werden oder einfach, weil einem das ganze Glitzer-TamTam nicht liegt – vollkommen okay. Da kennt man die schiefen Blicke dann vermutlich, wenn man sich irgendwann mal für einen Lippenstift interessiert – also das Ganze genau in die andere Richtung.

Ich mache mir keine Illusionen darüber, dass sich manche Denkweisen je ändern werden – aber wenigstens kann ich für heute sagen: Ja, ich habs mir von der Seele geschrieben! Und vielleicht sogar Leute mit ähnlichen Erfahrungen gefunden ♥

(c)  Ryan McGuire

Aber mal ehrlich: Wem geht es genau so? Wer kennt das Gefühl in eine stereotype Ecke gestellt zu werden?

“Nur die Harten kommen in den Garten…”

Seit Jahren frage ich mich immer und immer wieder, warum die Leute sich einfach immer verhalten wie…ja, wie Leute – wie Menschen. Wahrscheinlich wird der ein oder andere mich jetzt als Misantroph verschreien, aber immer wenn ich die Phrasen “Was ist das nur für ein Mensch?” oder “Zeig doch mal ein bisschen Menschlichkeit!” höre, muss ich denken: Tut derjenige doch; denn ‘menschlich’ sind für mich inzwischen Neid, Missgunst, Kriegswillen und viele anderen – nicht wirklich positive – Dinge. Aber: Das soll jetzt nicht heißen, dass es nicht auch genügend und liebevolle Leute gibt – ganz bestimmt, ich kenne ein paar dieser Art und dafür bin ich sehr dankbar!

Was mich in letzter Zeit mal wieder quält ist eher die – unveränderliche (und deswegen ärgere ich mich über mich selber, dass ich mich mit sowas überhaupt quäle!) – Tatsache, dass mir die ganzen “Menschen” oft ganz schön an die Nieren gehen. Mein eigenes Kredo ist immer: Gehe positiv auf andere zu, sei offen, versuche zu helfen soweit es geht, sei ehrlich und sei für andere da.
Wenn ich dann hinterrücks wieder höre, dass von Leuten Dinge über mich erzählt werden (teilweise sogar recht amüsante, so ist es ja nicht! ;)), dann bin ich kurz verletzt und dann verwundert: Sinn = Neid? Verletzenwollen? Rufschädigung? Inzwischen kenne ich eine handvoll Leute (man hat seine Quellen! ;)), von denen ich weiß, das sie etwas herumerzählen und oft auch was- sei es über mich oder über meine Liebsten. Aber darauf angesprochen habe ich keinen davon – das bleibt bei mir im Hinterstübchen. “Bedeckt halten” lautet meine Taktik – man weiß ja nie – aber manchmal wüsste ich schon sehr gerne, was sich die einzelnen Personen dabei denken. Vor allem wenn man ganz lieb miteinander plaudert und alles super scheint und in meinem Hinterkopf eigentlich immer wieder das “rote Ausrufezeichen” aufleuchtet. 😉  [Natürlich geht es dabei nicht um ein persönliches “War mir nicht so sympatisch!” von irgendwem – das sei jedem gegönnt, denn nicht jeder muss sich grün sein. ;)]
HA! Jetzt werden einige von euch aufgestöhnt haben und denken: Ohje, jetzt fängt die Nummer hier wieder an! Komme damit klar, Mädel, so ist die Welt!
Und ja, ihr habt Recht! Ich bin nicht blöd, wurde viel zu früh sogar schon der Tatsache gewahr, dass die Welt ganz schön böse ist, aber: ich komme mal mehr und mal weniger damit klar. Heute viel besser als noch vor einigen Jahren. Ich habe das alles akzeptiert – aber nach wie vor den Wunsch, aber nicht die Hoffnung (!), dass sich die Menschen vielleicht doch noch irgendwann ändern mögen… spätestens mit dem nächsten großen Knall (oder alternativ auch einem Atomkrieg…) 😉

Aber um zu meinem Hauptthema zurück zu kommen: Wo sind eigentlich noch die Leute, die genauso denken und fühlen und vor allem versuchen sich nach dem Motto “Was du nicht willst das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu.” zu verhalten? Natürlich sind alle auf Nachfrage oft immer auf der Seite meines oben genannten Kredos – aber wenn ich mich so umblicke, dann mögen diese Leute das vielleicht denken, aber umsetzen…? Gegenseitige Unterstützung scheint auf jeden Fall nicht mehr gefragt zu sein, andere herausboxen oder sich mit Leuten zu umgeben, die einem selbst einen Vorteil oder einen guten Ruf zu verschaffen hingegen sehr. Und natürlich: So funktioniert es oft auch, vor allem im Jobleben. Die richtigen Kontakte und alles läuft von ganz alleine – Können? Im Zweifelsfall überbewertet. Ich selbst traue mich meistens nicht mal, mit entsprechenden Persönlichkeiten näheren Kontakt aufzunehmen oder mich jemanden “aufzudrängen” – wahrscheinlich habe ich deswegen auch oft das Gefühl ein wenig auf der Stelle zu treten und nicht richtig voran zu kommen.

Dabei wäre grundsätzlich allen geholfen, wenn alle helfen würden – so einfach sehe ich das. Natürlich muss man nicht für alles parat stehen oder sich gar bis zum Helfersymptom “zu Tode gut benehmen”; aber wenigstens könnte man doch die negativen Handlungen weglassen? Oder wenigstens: sich seinen Teil denken, aber eben nur denken?
Gibt es da draußen noch Leute, denen es ähnlich geht – die den gleichen Wunsch haben, obwohl er unerfüllbar ist?