[Stereotype-Vorurteile] oder “Vorurteile über Frauen mit zwei Gesichtern.”

Okay, ein besserer Titel ist mir jetzt leider nicht eingefallen (Vorschläge gerne gesehen! ;-)) – dieses Thema liegt mir auf jeden Fall schon seit Jahren auf der Zunge und vielleicht kennt das ja der ein oder andere tatsächlich auch so in der Art. Den Beitrags-Entwurf dazu habe ich schon Anfang des Jahres erstellt – nachdem ich mich mal wieder tierisch über eine bestimmte Aussage geärgert hatte… aber erstmal von Anfang an. Um was geht’s eigentlich?

Grob zusammengefasst geht es um die beiden gesellschaftlichen “Vorurteile”:
– Frau Nr. 1, liebt Kosmetik, styled sich gerne und tanzt daheim zu Popmusik
– Frau Nr. 2, liebt ihre Playstation, trägt gerne einen Casual-Look ohne Schnickschnack und liebt Rockmusik
Typenmäßig würde man Frau Nr. 1 jetzt vermutlich in die Schublade “weiblich-tussig-einfach gestrickt” stecken, oder?
Frau Nr. 2 hingegen bekäme das Prädikat “etwas burschikos-nicht kommerziell orientiert” – um beide Typen mal sehr vereinfach darzustellen.Dabei muss ich wohl keinem sagen, dass das nur die erste Einschätzung zu einer Person ist – “der erste Blick”. Ärgerlich genug, dass viele Menschen generell keinen zweiten Blick wagen – noch ärgerlicher, wenn Leute die man schon länger kennt, einfach nicht von ihren Vorurteilen loskommen möchten. Was manchmal sowohl ganz schön verägernd als auch verletztend sein kann – zumindest wenn man ein etwas empfindsames Wesen hat, so wie ich. Was wohl erklärt, warum ich diesen Artikel unbedingt schreiben möchte – und auf der Suche nach Gleichgesinnten bin 😉

Ich liebe Mode, Kosmetik und eigentlich alles was glitzert! Man weiß, dass ich darüber blogge, gerne Fotoshootings mache und nebenher auch noch mit MakeUp Geld verdiene. Zuhause höre ich die meiste Zeit gerne Popmusik. Meine Kleidung ist meist ziemlich bunt, auf jeden Fall muss immer ein Farbtupfer her. Erfüllt ziemlich Typ Nr. 1 oder? Und erfüllt wohl auch den allererster Eindruck, den viele wohl haben müssen – was nichts schlechtes ist, denn ich liebe diese Dinge wirklich!
Kritisch wird es, wenn die Leute – Leute die man schon länger kennt – einem alles tiefergehende oder “ins Gegenteil” gehende nicht zutrauen. Und ich mich frage: Warum? Darf man denn nicht im pinken Glitzer-Kleid vor der Playstation sitzen, nebenher Popmusik laufen lassen, während man sich abends zu einer Partie Schach verabredet hat?
Klingt ziemlich widersprüchlich? Ist es – oder eben einfach mehr als eine Facette. Mehr als eine Vorliebe und mehr als nur der erste Eindruck, bei dem man niemals bleiben sollte!
Denn manchmal würde ich das “süßes, oberflächliche Mädel” Image einfach ablegen. Aber dann müsste ich mich verstellen, meinen “ersten Eindruck” ändern – und dass das nicht in Frage kommt ist ohnehin klar, oder? 😉

Dabei philosophiere ich so gerne über alle möglichen Dinge (okay, meist mit mir alleine – ansonsten braucht es 1-2 Gläschen Wein), lese gerne Bücher (und ja keine Liebesschnulzen!), spiele gerne Schach, sofern ich jemanden finde, der ebenfalls noch Schach spielen kann (gar nicht so einfach in meiner Altersklasse!), zocke für mein Leben gerne Playstation (nur mehr Zeit hätte ich dafür bitte gerne… ;-), bin ziemlich nerdig und liebe Science Fiction (aktuell im Dr. Who-Fieber!), liebe die Natur und Tiere, gehe eigentlich nicht besonders oft in Clubs (wenn ich die Wahl habe, dann gehe ich lieber einen Nachtspaziergang machen!), höre durchaus neben Klassik und Pop auch gerne mal Metal und Alternatives und träume davon, irgendwann endlich mein eigenes Buch zu schreiben. Und meine eigene Kosmetiklinie zu entwerfen.
Und wer jetzt immernoch denkt, das passt alles nicht zusammen – der sollte definitiv nach dem zweiten Blick auch noch einen dritten wagen!

Neben mir habe ich aber auch Leute kennen gelernt, die das komplette Gegenteil sind – auf den ersten Blick “Typ Nr. 2” – aber auch auf gar keinen Fall zu viel “Weiblichkeit” zulassen möchten, eben um nicht in ein “Tussi-Schema” zu verfallen – gerade wenn man beruflich vielleicht etwas maskuliner auftreten muss, auch um ernst genommen zu werden oder einfach, weil einem das ganze Glitzer-TamTam nicht liegt – vollkommen okay. Da kennt man die schiefen Blicke dann vermutlich, wenn man sich irgendwann mal für einen Lippenstift interessiert – also das Ganze genau in die andere Richtung.

Ich mache mir keine Illusionen darüber, dass sich manche Denkweisen je ändern werden – aber wenigstens kann ich für heute sagen: Ja, ich habs mir von der Seele geschrieben! Und vielleicht sogar Leute mit ähnlichen Erfahrungen gefunden ♥

(c)  Ryan McGuire

Aber mal ehrlich: Wem geht es genau so? Wer kennt das Gefühl in eine stereotype Ecke gestellt zu werden?

[Choies] Heart-shaped Outfit ♥

Ursprünglich wurde diese süße kleine Strecke Mitte April für ein Gewinnspiel bei Neckermann geschossen – vielleicht hat der ein oder andere von euch dort sogar auch mitgemacht?! 😉
Aber für ‘reine Wettbewerbsfotos defintiv zu schade, oder? Deswegen hier ein kleiner Post mit den Aufnahmen ♥

Luftballons: Neckermann
Oberteil: Choies
Fotos: Cat Mason

Bastet: “Was ist das hier wieder für ein Sch…?!” 😀

Buch-Review: “Das Lied von Eis und Feuer – Die Herren von Winterfell” von George R.R. Martin (Game of Thrones)

Ich schätze die meisten von euch haben zwischenzeitlich schon einmal von “Game of Thrones” – der Serienadaption der Bücher – gehört. 
Vorab muss ich sagen: Ich habe bei Erscheinen der ersten Folgen in Deutschland zwei davon gesehen – und war: nicht begeistert! Nachdem der Hype aber immer weiter anhielt und ich ja oft von Büchern begeistert bin und mit der filmischen Umsetzung nicht mehr so viel anfangen kann, wollte ich den Büchern dann wenigstens eine Chance geben. 😉 
Daher hier mein Review zum ersten Band (der im Original übrigens schon 1996 erschien!), von bisher insg. 10 Bänden (eigentlich 5 Bände, in Deutschland wurde jeder Band zweigeteilt ;)) – und es ist immer noch ein Brocken!).
© Blanvalet

Zur Story (Kurzzusammenfassung vom Verlag Blanvalet):
Eddard Stark, der Herr von Winterfell, wird an den Hof seines Königs gerufen, um diesem als Berater und Vertrauter zur Seite zu stehen. Doch Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen sich um den Thron, deren Einflüsterungen der schwache König nichts entgegenzusetzen hat. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten finsteren Macht gegenüber. Die Zukunft des Reiches hängt von den Herren von Winterfell ab!


Meine Meinung:
Mit 576 Seiten und für 15€ ein richtiger Brocken zu lesen – und das ist ja vor allem auch erst der Anfang. Für echte Leseratten aber natürlich kein Problem, ich hatte den Band auch in wenigen Tagen durch, nachdem ich jeden Abend im Bett noch einige Seiten gelesen habe 😉

George R.R.’s Schreibstil besticht – zumindest mich – von der ersten Seite an: Sehr detailiert geschrieben – aber doch niemals langweilig – nimmt er uns im ersten Band vorwiegend mit auf die Reise nach Winterfell und dessen Herrscher und Familie. Alle paar Seiten wird die Geschichte jeweils aus der Sicht eines anderen Charakteres weiter erzählt – so dass auch dort niemals langeweile aufkommt und einem die Charaktere jeweils noch mehr ans Herz wachsen – oder eben auch nicht. Denn: Jeder Charakter hat wirklich Charakter! Die Figuren sind so genau ausgearbeitet, dass man tatsächlich richtig mitfiebert und sich gut hinein versetzen kann. Einzig die “Eindeutschungen” finde ich etwas unnötig – aus dem Namen “Jon Snow” einfach “Jon Schnee” zu machen, finde ich heutzutage nicht mehr unbedingt nötig wenn es um Namen (oder eben auch Orte o.ä.) geht.

Auf Grund der detailreichen Beschreibungen, der Perspektivwechseln und vor allem auch der enorm vielen Charakteren, die in den Büchern vorkommen (und deren Stand zueinander, sowie allerlei politischer Verflechtungen), ist das Buch auf gar keinen Fall einfach “mal so” nebenher zu lesen und erfordert definitiv Konzentration. 
Vor allem ist das Buch auch sehr ‘erwachsen’ geschrieben – so geht es auch mal gewalttätiger zu, man durchlebt Trauer und Leid, aber auch Freude mit den jeweiligen Charakteren und so manchem möchte man dann auch selbst gerne mal einfach eine Ohrfeige geben! 😉 
Denn das Buch ist definitiv nicht vorausschaubar geschrieben und bezieht niemals “Stellung” zu einem Charakter, sondern der Schreibstil ist diesbezüglich sehr neutral gehalten, so dass man tatsächlich nur seine ganz eigene Meinung zur jeweiligen Partei und zum jeweiligen Charakter bilden kann und muss. 

Fazit
Eine Buchreihe, die ich auf jeden Fall jedem ans Herz legen mag, der es gerne detailverliebt mag und auch vor vielen Charakteren und Verzweigungen nicht zurückschreckt. Vor allem kann es auch gut mal passieren, das der ein oder andere Charakter umkommt, verschwindet, etc. pp. – damit sollte man leben können, ohne das Buch erbost zuzuklappen und nie wieder weiterzulesen 😉
Von mir gibt es auf jeden Fall beide Däumchen hoch! (…und viiiielleicht schaue ich mir irgendwann auch nochmal die Serie an. Vielleicht.)

Fotografie: “Ich bezahle doch nicht…!!!” – warum ‘TfPs’ und ‘Pays’ gleichermaßen ungut & gut sind…

Modelle sagen: “Nein, ich bezahle doch den Fotografen nicht (wenn es so viele andere auf TfP machen)!”
Fotografen sagen: “Nein, ich bezahle niemals ein Model (mein Equipment ist doch viel mehr wert als die Klamotten des Models)!”

Eigentlich sollte man meinen, damit wäre alles geklärt: Model zahlt nicht, Fotograf zahlt nicht => TfP?

Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Dabei ist alles eine Frage des “Gegenübers”.

Vorab mal zur “Fotografen-Seite”:
Natürlich sind Fotografen genervt, wenn ständig Modelle ihre “Ich bin am 1. April bei dir in XY – du kannst mich buchen für XY€.” Mails verschicken oder dergleichen.
Doch: Pauschal sehe ich die Rechnung “Meine Sachen sind mehr wert als deine” nicht immer zwingend zielführend. Natürlich ist eine Fotoausrüstung so gut wie immer teurer, als die Kleidung des Models. (Hmm, wobei ich zuhause immerhin auf eine Kamera mit Objektiv(en) komme, wenn ich mal zusammenrechne *lach*) Doch: Das Equipment macht nicht zwingend einen guten Fotografen aus, genauso wenig die Kleidung das Model. Da steckt doch viel mehr dahinter!
Wenn ein Fotograf sagt: Nö, ich bezahle keine Modelle (mehr), weil ich das Können und die Erfahrung habe oder einfach noch mit ein paar Anfängermodellen weiterüben möchte – klingt logisch. Nimmt keiner krumm.
Trotzdem stelle ich mir dann oft vor, wie Frau Coco Rocha vom Fotografen abgewimmelt wird: “Neeeee…mein Equipment ist doch viel teurer!” *lach*
Dabei ist die Rechnung doch sooo einfach: Beide Parteien arbeiten auf TfP, weil beide Parteien von den Aufnahmen profitieren und die Arbeit des jeweils anderen schätzen. Oder: Eine Partei sagt der anderen aus fotografischer Sicht nicht zu (beim Model kann es ganz schlicht und einfach “der Typ” sein) – eine Seite bezahlt, in dem Fall weil es dem Fotografen-Portfolio etwas bringt *genau* mit diesem Model zu arbeiten – coole Posings, abwechslungsreiche Mimiken, tolle Klamotten die nicht ganz von der Stange sind – wobei selbst H&M Sachen an einem richtig guten Model cool wirken können! – und einfach ein ansprechender Typ.
Natürlich: Wenn ständig Modelle anfragen, die weder das eine noch das andere haben und können und man sich denkt: “Nein, so gut ist sie einfach noch nicht, um honoriert zu werden.” – klar, mit der Zeit nervt es. Aber die Equipment-Aufrechnung hat damit – aus meiner Sicht – einfach mal begründungsmäßig nichts zu tun.

Zur “Model-Seite”:
Grundsätzlich gilt: Geht doch bitte nicht immer davon aus, dass jeder Fotograf kostenlos arbeitet – vor allem nicht, wenn es auf der Sedcard steht, die man (mal wieder) nicht gelesen hat! (um es wahrheitsgemäß und etwas zu verallgemeinert zu sagen)
Die Aussage “Ich zahle doch keinen Fotografen!” kann gerade einen Berufsfotografen doch sehr treffen und verärgern – genauso gut könnte ein Chef sagen: “Ich zahle doch meine Arbeitnehmer nicht! Denen macht die Arbeit doch Spaß und die kommen doch jeden Tag freiwillig wieder…!”
Natürlich muss man auch hier in erster Linie nochmal zwischen Hobby- und Beruf unterscheiden – aber auch da gilt zum Teil das oben geschriebene: Hat der Fotograf soweit sein Portfolio gut befüllt, muss man als Model den Fotografen direkt überzeugen können. Da reichen keine halben Sachen – nur coole Klamotten: toll. Mehr als 10 Posen und mehr als 10 Ausdrücke: auch toll. Aber nur eins von beidem dürfte dem erfahrenen Fotografen nicht reichen – da ist als Model also definitiv eine gute Selbsteinschätzung gefragt! Und vor allem kein “Das bekomme ich doch auch (irgendwie) hin!”, wenn man noch nichts in der Richtung vorzuweisen hat. Und im Endeffekt kann man prinzipiell zwar sogar alles nötige mitbringen, ist dann aber eben doch gerade nicht der passende “Typ”. Ja, Fotografie kann sehr oberflächlich sein – aber Fotografie ist ein stückweit auch Kunst und das “Kunstobjekt” muss eben zur Vorstellung im Kopf passen – immerhin will man als Fotograf das Bild nicht nur 80%, sondern mindestens 110% umsetzen! Mit einer Absage sollte man also bei einer Tfp-Anfrage *immer* leben können (und sich dessen vor einer Anfrage auch bewusst sein, anstatt bis ans Lebensende eingeschnappt zu sein ;)) und damit komme ich auch wieder zurück zum obigen Text: Natürlich ist die Auswahl an Fotografen, die oft oder ausschließlich auf TfP arbeiten groß – natürlich kann man sich sagen: Gehe ich halt woanders hin! Aber: Hat der Fotograf so tolle Arbeiten, dass es langfristig einfach eine gute Investition für dein Portfolio darstellt und die man nicht mal eben irgendwo ein zweites Mal so findet? Warum dann nicht wirklich mal über einen bezahlten Auftrag nachdenken? Fotos währen eine Ewigkeit – im Vergleich zu Essen, Technik, Klamotten und so vielem mehr, für das wir unendlich viel Geld übrig haben – gerade da sollte man doch eher bereit sein zu investieren, denke ich.
Und, gerade Berufsfotografen müssen von den Einnahmen leben können – das fängt mit Miete an, geht weiter mit den Versicherungen (die viel höher sind als bei einem normalen Angestelltenverhältnis) und natürlich kostet auch das Equipment einiges. Essen wäre von Zeit zu Zeit auch nicht schlecht, wenn man gerade mal nicht an Photoshop sitzt. Natürlich gibt’s da nichts zu verschenken. Und selbst die, die nur hobbymäßig fotografieren oder modeln, verlieren immerhin auch ihre kostbare (Lebens)Zeit dabei. Die grundsätzliche Haltung sollte daher bei jedem TfP nicht sein: “Juhuuu, ein kostenloses Shooting!”, sondern: “Wow, da investiert einer Zeit (und Geld) in mich – Danke!”. Und gerade ein “Danke” ist ja dann auch das Mindeste…und selbst das geht – leider – viel zu oft verloren, weil ja alles irgendwie ganz “selbstverständlich” geworden ist…

Fazit: Ganz grundsätzlich muss das “Niveau” (und ja – auch das ist eine sehr objektive Sicht) der beiden Parteien zusammenpassen. Tut es das nicht (und es reicht, wenn es eine Seite der beiden Seiten so sieht ;)), dann kommt man eben nicht zusammen oder über eine bezahlte Arbeit. Eigentlich sooo einfach, wenn die Leute endlich mal lockerer werden würden – nicht jedes “Nein” persönlich nehmen würden (denn: das ist es nicht! Ich schreibe so vielen Leuten “Nein”, obwohl ich sie mag oder sogar persönlich kenne – aber Arbeit ist Arbeit und privat ist privat! Und das sind im Normalfall zwei paar Stiefel ;)). Und ja, das hier ist vor allem auch meine persönliche Sicht der Dinge (ist klar – mein Blog :p). Aber trotzdem liebe Leute: Keep calm and take photos!

“Nur die Harten kommen in den Garten…”

Seit Jahren frage ich mich immer und immer wieder, warum die Leute sich einfach immer verhalten wie…ja, wie Leute – wie Menschen. Wahrscheinlich wird der ein oder andere mich jetzt als Misantroph verschreien, aber immer wenn ich die Phrasen “Was ist das nur für ein Mensch?” oder “Zeig doch mal ein bisschen Menschlichkeit!” höre, muss ich denken: Tut derjenige doch; denn ‘menschlich’ sind für mich inzwischen Neid, Missgunst, Kriegswillen und viele anderen – nicht wirklich positive – Dinge. Aber: Das soll jetzt nicht heißen, dass es nicht auch genügend und liebevolle Leute gibt – ganz bestimmt, ich kenne ein paar dieser Art und dafür bin ich sehr dankbar!

Was mich in letzter Zeit mal wieder quält ist eher die – unveränderliche (und deswegen ärgere ich mich über mich selber, dass ich mich mit sowas überhaupt quäle!) – Tatsache, dass mir die ganzen “Menschen” oft ganz schön an die Nieren gehen. Mein eigenes Kredo ist immer: Gehe positiv auf andere zu, sei offen, versuche zu helfen soweit es geht, sei ehrlich und sei für andere da.
Wenn ich dann hinterrücks wieder höre, dass von Leuten Dinge über mich erzählt werden (teilweise sogar recht amüsante, so ist es ja nicht! ;)), dann bin ich kurz verletzt und dann verwundert: Sinn = Neid? Verletzenwollen? Rufschädigung? Inzwischen kenne ich eine handvoll Leute (man hat seine Quellen! ;)), von denen ich weiß, das sie etwas herumerzählen und oft auch was- sei es über mich oder über meine Liebsten. Aber darauf angesprochen habe ich keinen davon – das bleibt bei mir im Hinterstübchen. “Bedeckt halten” lautet meine Taktik – man weiß ja nie – aber manchmal wüsste ich schon sehr gerne, was sich die einzelnen Personen dabei denken. Vor allem wenn man ganz lieb miteinander plaudert und alles super scheint und in meinem Hinterkopf eigentlich immer wieder das “rote Ausrufezeichen” aufleuchtet. 😉  [Natürlich geht es dabei nicht um ein persönliches “War mir nicht so sympatisch!” von irgendwem – das sei jedem gegönnt, denn nicht jeder muss sich grün sein. ;)]
HA! Jetzt werden einige von euch aufgestöhnt haben und denken: Ohje, jetzt fängt die Nummer hier wieder an! Komme damit klar, Mädel, so ist die Welt!
Und ja, ihr habt Recht! Ich bin nicht blöd, wurde viel zu früh sogar schon der Tatsache gewahr, dass die Welt ganz schön böse ist, aber: ich komme mal mehr und mal weniger damit klar. Heute viel besser als noch vor einigen Jahren. Ich habe das alles akzeptiert – aber nach wie vor den Wunsch, aber nicht die Hoffnung (!), dass sich die Menschen vielleicht doch noch irgendwann ändern mögen… spätestens mit dem nächsten großen Knall (oder alternativ auch einem Atomkrieg…) 😉

Aber um zu meinem Hauptthema zurück zu kommen: Wo sind eigentlich noch die Leute, die genauso denken und fühlen und vor allem versuchen sich nach dem Motto “Was du nicht willst das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu.” zu verhalten? Natürlich sind alle auf Nachfrage oft immer auf der Seite meines oben genannten Kredos – aber wenn ich mich so umblicke, dann mögen diese Leute das vielleicht denken, aber umsetzen…? Gegenseitige Unterstützung scheint auf jeden Fall nicht mehr gefragt zu sein, andere herausboxen oder sich mit Leuten zu umgeben, die einem selbst einen Vorteil oder einen guten Ruf zu verschaffen hingegen sehr. Und natürlich: So funktioniert es oft auch, vor allem im Jobleben. Die richtigen Kontakte und alles läuft von ganz alleine – Können? Im Zweifelsfall überbewertet. Ich selbst traue mich meistens nicht mal, mit entsprechenden Persönlichkeiten näheren Kontakt aufzunehmen oder mich jemanden “aufzudrängen” – wahrscheinlich habe ich deswegen auch oft das Gefühl ein wenig auf der Stelle zu treten und nicht richtig voran zu kommen.

Dabei wäre grundsätzlich allen geholfen, wenn alle helfen würden – so einfach sehe ich das. Natürlich muss man nicht für alles parat stehen oder sich gar bis zum Helfersymptom “zu Tode gut benehmen”; aber wenigstens könnte man doch die negativen Handlungen weglassen? Oder wenigstens: sich seinen Teil denken, aber eben nur denken?
Gibt es da draußen noch Leute, denen es ähnlich geht – die den gleichen Wunsch haben, obwohl er unerfüllbar ist?

Urlaubsbericht: Florida ♥

Am 24. Oktober 2014 ging es für 12 Tage nach Florida – Dank eines Neckermann-Gewinnspiels auf Facebook! Und ja, wer bis eben glaubte, das wäre eh alles nur Betrug, der irrt! 😉
Zwar hatte ich beim Gewinnspiel als Wunschort “Las Vegas” angegeben und dann Miami bekommen (vielleicht eine Verwechslung mit meiner Mitgewinnerin?!) – aber das war mir dann im Endeffekt dann doch nicht so wichtig, denn es ging über den großen Ozean in die USA! Mein erster Urlaub (Bodensee-Ausflüge ausgenommen ;)) und mein erster Flug im Leben – da war die Freude groß!
Natürlich hatte ich meinen Partner im Schlepptau, auch wenn noch o einige Bestechungsangebote von Freunden kamen 😉

Der Abflug ging von Frankfurt/Main direkt nach Miami in ca. 10 Stunden in der normalen Economy-Klasse. Für mich als kleine Persönlichkeit platztechnisch genügend – für meinen Ärmsten auf Dauer etwas stressig 😉 Nichtsdestotrotz: Ich habe mir sagen lassen, das Lufthansa-Flüge nach wie vor mit die angenehmsten seien. Es gab zudem drei Mahlzeiten und genügend Getränkeauswahl etc. – da konnte ich mich auch nicht beschweren. Auch wenn Start und Landung schon sehr an meinem Kreislauf gezerrt haben (und auch wenn es sich seeeeehr alt anhört: beim nächsten Flug verordne ich mir Trombosestrümpfe! Meine armen Beinchen fanden vor allem den Start wirklich nicht lustig… ;)), war der Flug an sich dann sehr angenehm. Auf jeden Fall habe ich herausgefunden, dass ich nicht an akuter Flugangst leide, auch wenn der ein oder andere Luftstrom, der die Maschine zum wackeln brachte, mich doch kurz nervös machte *lach*
Das Palms Hotel.
Nun aber zum eigentlich Bericht: Mit einer knappen Stunde Verspätung landeten wir dann gegen Nachmittag (Ortszeit) in Miami. Ich war ein wenig nervös – im Gegensatz zu meinem Partner war ich noch nie in den USA – und auch die Sicherheitsbestimmungen und Kontrollen sollten ja angeblich sehr streng sein. Das war dann doch überhaupt nicht der Fall! Wir kamen relativ zügig durch die Kontrollstellen und konnten mit dem Shuttleservice zu unserem Hotel nach Miami Beach fahren, in dem wir die nächsten 7 Tage unseres Gewinns verbringen würden – ein 4-Sterne-Hotel am South Beach, wow! Ja, das ist Luxus. Die Nacht würde dort im “The Palms Hotel & Spa” im Schnitt 300$ kosten – definitiv nicht das, was wir uns einfach mal geleistet hätten für eine Woche Urlaub. Aber: Das Hotel war super, wie zu erwarten war! Ungewohnt der sehr starke Geruch nach Chlor (aber die Amis lieben ja eh Chlor!) im Zimmer, der verflüchtigte sich aber schnell (gott sei Dank! Nachdem mein Partner gegen Chlor allergisch ist, dachte ich ganz kurz, dass der Urlaub schon zu Beginn gelaufen ist *puh*). Wir hatten eine “City view” Aussicht – also auf die Straße und die Baustelle nebenan, schauten wir aber ums Eck, konnten wir auch wunderbar den Strand sehen 🙂
Das Hotel hatte neben dem obligatorischen Pool mit vielen Sitzmöglichkeiten, auch eine Poolbar, sowie eine separate Bar/Restaurant – dort gab es zwei Mal die Woche abends eine Happy Hour, die wir dann auch genutzt haben! 😉 Auf Grund der Temperaturen (25-30 Grad), konnte man auch morgens schon auf der Terasse frühstücken – den Spatzen beim Krümel klauen zuschauen – und die “Hotelkatze” heimlich mit Lachs vom Büffet verwöhnen! 😉

 

Hotelkatze Milo. Gras knabbern ist interessanter als die blöden Touris! 😉
Zum Strand waren es nur 100m – perfekt! Ebenfalls führte ein Holzsteg an der Strandpromenade entlang – dort wurden frühmorgens immer viele Futterstellen für die streunenden Katzen dort befüllt – großer Pluspunkt! Der Strand ist ebenfalls sauber – auch wenn man hin und wieder einen Zigarettenstummel fand, aber das hat man eher den Urlaubern anzukreiden, als den Leuten vor Ort. *hmpf* Schwimmtechnisch waren wir nur ein Mal in den sieben Tagen richtig im Meer – zum Einen weil wir echt viel anderes auf dem Tagesplan hatten und zum anderen: Quallenalarm. Der sollte sich leider noch durch die restliche Zeit ziehen, auch auf Caladesi und Honeymoon Island – aber man konnte wenigstens strandnah auch mal so ein wenig “planschen” oder auf Muschelsuche gehen.
Um den Bericht nicht zuuuu lang werden zu lassen – denn es war soooo toll! – jetzt alles etwas in Schnellform. Fragen dürfen dann gerne so noch gestellt werden ♥

 

Miami Beach – die Stadt: Wunderschön! Sehr viele spanisch sprechende Leute – mit Englisch kommt man also tatsächlich nicht überall weiter, aber meistens schon. Ein Brauhaus nach Bayernart mitten auf der Haupteinkaufsmeile (natürlich mussten wir da direkt am zweiten Tag hin!), viele Shops, viel Essen, aber auch viel Natur wenn man etwas außerhalb war. Parks, Strand und Palmen, Palmen, Palmen! Großartig geshoppt habe ich dann nicht – aber natürlich musste es einmal in den Victorias Secret gehen! ♥ “Could it be that you like pink?” – “Uhm, maybe a little…” Haha. 😀
Weiter ging es dann auch noch zu den Everglades – eine Führung mit “Toni” über GetYourGuide in einer kleinen Truppe. Sehr, sehr zu empfehlen! Toni ist einfach ein super Guide, sehr lustig und weiß fast alles 😉 Die Everglades an sich sind ebenfalls wunderschön. Viele süße Alligatoren (nicht zu verwechseln mit den gefährlichen Krokodilen!) und eine sagenhafte Sumpf-/Wasserlandschaft!

 

Ebenfalls haben wir eine Stadtrundfahrt in Beach und in Miami direkt mit einem “Hop on, hop off” Bus gemacht, d.h. man konnte den ganzen Tag ein- und aussteigen wann und wo man möchte oder einfach einmal komplett die Tour mit Beschreibungen des Guides mitmachen. Miami an sich hat zwar auch ein paar schöne und interessante Ecken – ist aber im Großen und Ganzen eine typische Großstadt, zum mal sehen sehr interessant, aber meinen kompletten Urlaub verbringe ich definitiv lieber am Beach! 😉
Wenn man schon einmal in Süd-Florida ist, muss man natürlich einen Abstecher über die 7-Meilen-Brücke nach Key West machen. Auch hier waren wir wieder in einer Reisegruppe unterwegs und hatten vor Ort dann 4 Stunden Zeit zur freien Verfügung. Zwischendurch haben wir eine “Glassbottom Boat”-Tour gemacht, bei der es durch Glas am Boden fast nur Dreck zu sehen gab (sehr enttäuschend…) – an Deck wiederum haben wir eine Wasserschildkröte entdeckt, das Highlight der Tour! In Key West laufen auch überall frei Hühner herum, was das ganze sehr heimelich macht, ebenfalls die ganzen alten Häuser…vor Ort befindet sich auch das Hemingway-Haus in dem viele Katzen leben – aber der Eintritt war uns dann doch etwas arg teuer…trotz Katzen… 😉
Alles in allem vergingen vier Stunden aber viel zu schnell! Das nächste Mal schnappen wir uns selbst ein Fahrzeug – Motorrad 😉 – und fahren dorthin. Das würde ich auch jedem anderen empfehlen. Man sollte doch mindestens einen ganzen Tag einplanen, um alles in Ruhe zu sehen oder zu besuchen.

 

 

So vergingen die sieben Tage wie im Flug – wir hatten privat noch 5 Tage dran gehängt und so fuhren wir mit einem Mietwagen weiter nach Tampa. Auch wenn auf der Karte vorher alles ganz städtisch aussieht: Bucht lieber ein Hotel in der Stadt direkt! Wir waren zwar im Norden der Stadt, aber es gab weit und breit – bis auf Supermärkte – fußläufig einfach NICHTS. *lach*
Wenn man in Tampa ist sollte man auf jeden Fall mal im “Big Cat Rescue” vorbei schauen. Eine Auffangstation für Wildkatzen – Katzen die nicht mehr ausgewildert werden können, zum Beispiel weil sie von irgendwelchen Leuten daheim gehalten wurden (ja, tolle Idee bei einer Wildkatze…aber es gibt immer noch ganz schön viele Leute, die das echt versuchen!). Das Rescue kümmert sich also um die Großkatzen – sie haben wirklich riesige Gehege da, die auch immer mal wieder neu “verbunden” werden, damit sie auch was Neues sehen. Es ist auch alles sehr naturnah eingerichtet und nein, die Tierchen werden selbst von den Pflegern nicht angefasst oder dergleichen, es ist definitiv kein Zoo, bei dem die Tiere “verhetschelt” werden oder viel Menschenkontakt haben.

 

Nicht weit weg von dort befindet sich auch der “Lettuce Lake Park”. Ein Park mit Sumpfgebiet und tausenden (!) Eichhörnchen. Auf jeden Fall besuchenswert! Neben besagten Eichhörnchen, die die Mülltonnen plündern, gibt es auch freilebende Alligatoren im Sumpf, viele Vogelarten, Schildkröten, etc. Einfach ein zauberhaftes Stück Natur!

 

 

Ebenfalls einen Besuch wert ist das Florida Aquarium. Nein, Delfine gibt’s da keine, aber einige andere schöne Wassertiere in großen Becken! Und anders als in Deutschland, sind diese teilweise sogar oben offen – die Vögel, Schildkröten, etc. die dort leben bewegen sich frei herum. Und alle Besucher sind ganz anständig (okay, es gibt auch Personal vor Ort – vielleicht traut sich auch keiner ;)) und werfen weder Müll in das Wasser oder fassen einfach mal herein. Auch wenn dies in 1-2 Becken – unter Anleitung – sogar erlaubt ist.

 

 

Und nur dreißig Minuten von Tampa entfernt liegen unter anderem Honeymoon und Caladesi Island. Inklusiver wilder Klapperschlangen! Auch wenn wir keine gesehen haben… 😉 Dafür eine tolle Flora und Fauna und auf Caladesi einen reinen Muschelstrand! Nicht sehr angenehm zum Laufen, aber wunderschön! Und Sand so fein wie…ja, wie? Einfach unvergleichbar. Ein Traum! ♥
Von Honeymoon Island gelangt man mit einer kleinen Fähre auf Caladesi – aber nur vier Stunden lang. Denn das Gebiet ist geschützt und so darf tatsächlich jeder nur vier Stunden bleiben und muss die Fähre nach spätestens vier Stunden zurück nehmen.

 

 

 

…und ja, das war auch unser letzter Tag bzw. Abend vor Abflug am nächsten Morgen. 12 Tage sind einfach zu kurz! Das nächste Mal bleiben wir auf jeden Fall etwas länger! Alleine schon, da Florida an sich so riesig ist wie fast Deutschland allein. Da braucht man Zeit – viel Zeit und mehr als nur einen Urlaub 🙂 Wir kommen wieder!
Und wer jetzt noch Lust hat, weitere Bilder mit Beschreibung aus meinem Urlaub anzuschauen: Florida.