Myriam von M – Spendengala “Fuck cancer!” in Stuttgart am 07.05.2016

 

“Ein großes Ereignis wirft seinen Schatten voraus. Am Sonnabend, den 07. Mai 2016, findet die große Spendengala zugunsten „Fuck Cancer“ by Myriam von M. in der exklusiven Carl Benz Arena statt.
Myriam von M. kann zweifelsohne als eine Heldin des Alltags bezeichnet werden. Als selber Betroffene hilft sie da, wo Hilfe gebraucht wird. So sammelt Sie unter anderem Spenden, um erkrankten Menschen Herzenswünsche zu erfüllen, wie zum Beispiel für Projekte wie den „Wunschexpress“ mit dem sie im Dezember 2015 jeden Tag einen Herzenswunsch erfüllt hat.

 

Exponierte Vertreter aus Wirtschaft, Politik, TV, Kultur, Sport und zahlreiche Pressevertreter haben ihr Erscheinen bereits angekündigt. Alle Teilnehmer können sich auf ein attraktives Rahmenprogramm und ein Feuerwerk an Highlights freuen. Ein exquisites Gala-Buffet rundet den Abend ab.”
(Event-Text)

Myriam von M’s Aktivitäten und auch der dazugehörigen Facebookseite folge ich nun schon einer ganzen Weile – da war es selbstverständlich bei der Spendengala, die in meiner Stadt stattfand, vorbei zu schauen.

 

Links: Myriam von M, rechts ich

 

Um 19 Uhr hat es klassisch mit einem Red Carpet Empfang begonnen – im Untergeschoss konnte man also erst einmal gemütlich etwas trinken oder im Obergeschoss als Presse nacheinander die eintrudelnden Promis und VIPs fotografisch festhalten. Unter anderem waren mit dabei Martin Kesici + Band, Sarah Nowak, Anna Maria Kaufmann (u.a. “Phantom der Oper”), Prince Amaho (der mich fast umgerannt bzw. “umgelaufen” hat *puh*) und Julian F. M. Stoeckel.

Die Location in der Carl Benz Arena

Um 21 Uhr ging es dann aber endlich mit dem offiziellen Veranstaltungsteil los, auf den ich schon richtig gespannt war – mit Vorträgen, Show Acts und einer Modenschau klang der Abend mehr als vielversprechend! 😉
Mit einem Gesangsduett eröffneten Frau Kaufmann und Ricardo Marinello die Spendengala – im Anschluss folgte natürlich eine Vorstellung des Projektes “Fuck cancer” sowie eine Rede von Myriam, die wirklich ergreifend war, vor allem als sie über Liza erzählte (-> siehe unten). Etwas später am Abend gab es sogar noch die Premiere ihres “Fuck cancer”-Songs zu hören! Im Moment kann man auf ihrer Seite übrigens noch einen Part im geplanten Musikvideo gewinnen.

Zwischendurch gab es dann noch einmal eine Pause mit Buffet und fast direkt im Anschluss die heiß ersehnte Fashionshow mit Stücken aus dem Shop von Myriam – natürlich geht der Erlös komplett in das Projekt!
Die Bühne wurde immer zu zweit betreten – und zwar jeweils mit einem Promi-Model-Duo. Wobei alle Modelle selbst Erkrankte sind – und wer jetzt denkt, Erkrankte verstecken sich sicherlich Zuhause: nein! Sie sprühen vor Lebenswillen und haben den kurzen Laufsteg wirklich zu einer kleinen Feier werden lassen – sooo toll! Und da ich selbst schon oft auf dem Laufsteg stand, kann ich wirklich nur sagen: ihr habt das alle super gemacht und ich habe sehr, sehr gerne zugeschaut – vor allem, weil es eine so ungezwungene und Show mit Persönlichkeit war! ♥

Deswegen folgen an dieser Stelle direkt einige Fotos davon (Danke an meinen lieben Cat Mason für den Großteil davon – ein paar hab ich aber auch scharf bekommen *puh*!)

 

 

 

 

 

 

Auch wenn ich dann doch mit einem weinenden Auge zugeschaut habe – Liza – deren großer Wunsch es war, an der Show teilzunehmen und die bereits extra von Berlin nach Stuttgart gereist war, musste am gleichen Tag ins Krankenhaus eingeliefert werden, da ihr Zustand sich rapide verschlechtert hatte. Ich glaube nicht nur Myriam standen bei dieser Verkündung die Tränen in den Augen, sondern auch vielen anderen und mir sind sogar die Tränchen gekullert. Erst am Vortag hatte ich gelesen, dass Liza unbedingt noch dabei sein möchte und alles organisiert wurde – doch bereits bei den Worten “Und jetzt leider noch eine traurige Nachricht…” war mir klar, um was es gehen wird.
Mein Partner Cat und ich wollten ihr am Morgen darauf noch die entstandenen Bilder zukommen lassen, damit sie wenigstens etwas zum Anschauen haben würde – aber auch das hat sich dann nicht mehr ergeben können :'( Liza – ich hätte dich gerne noch auf der Bühne gesehen und ich hoffe, das wenigstens ein Teil deiner Familie mit in Stuttgart war – so weit weg von Berlin und dann die rapide Verschlechterung… ich hoffe, du weißt da oben, dass alle an dich gedacht haben, nicht nur in der extra abgehaltenen Schweigeminute sondern auch den restlichen Abend! (Und Martin Kesici hat sogar extra noch “Angel of Berlin” gesungen ♥)

 

Mehr oder weniger zum Abschluss des Abends gab es dann noch eine Verlosung zugunsten ‘Fuck cancer!’ – leider war der Abend schon weit vorangeschritten, dem Zeitplan hinterher und natürlich hatten alle gegessen und die Motivation schien bei vielen schon nicht mehr vorhanden gewesen zu sein, sich daran richtig zu beteiligen. Persönlich hätte ich die Verlosung direkt vor dem Essen angesetzt (aus Sicht einer auch im Veranstaltungsmanagement Arbeitenden…;-)), so spät am Abend und nach dem Essen ist leider bei vielen die Luft einfach ‘raus.

Ich 😉

Parallel ist den Abend über aber ebenfalls eine Spenderbox herumgegangen, leider habe ich noch nicht mitbekommen, wie viel letztendlich gespendet wurde, aber ich hoffe es kam mit der Verlosung genügend zusammen, um wenigstens ein kleines Plus zu erzielen! Nachdem wohl nicht jeder gespendet hat oder kein Bargeld dabei hatte (auf einer Spendengala eigentlich ein Muss…oder alternativ wenigstens ein Scheck, auch wenn das wohl schon wieder etwas altmodischer ist ;-)), habe ich mich auch gefragt, warum diese Leute letztlich überhaupt anwesend waren. Ganz ehrlich – eine Spendengala ist nicht nur dazu da, um durch Reden auf diese Krankheit (oder sich selbst) aufmerksam zu machen und wach zu rütteln – sondern zum spenden! Dabei sagt keiner, das direkt eine Unsumme gespendet werden muss, denn auch “Kleinvieh macht Mist” – aber ich möchte mir die Gefühle der Einsammelnden (die natürlich auch selbst Betroffene waren) nicht vorstellen müssen, wenn dies lapidar abgelehnt wird, weil man kein Bargeld oder nur eine EC-Karte dabei hat und den Eindruck macht, da auch nicht wirklich Interesse dran zu haben.
Sollte ich je auf einer “Spendengala” mein Geld vergessen, dann würde ich mich direkt online auf mein Konto oder über Paypal einloggen und spenden, weil es mir unendlich peinlich wäre! Und in Zeiten des mobilen Internets (und wenn nicht am eigenen, dann am geliehenen…es gibt ja auch noch Leute ohne Smartphone ;-)) ist sowas in weniger als fünf Minuten erledigt. Näheres dazu könnt ich aber auch auf der Facebookseite nachlesen, dazu möchte ich mich nicht noch näher äußern – außer, dass ich als Presse mit Stehplatz ganz hinten, alles gut im Blick hatte und mir manche leider wirklich sehr gelangweilt und viel zu desinteressiert erschienen, sodass auch ich mich mehrmals am Abend gefragt habe: Was macht ihr hier eigentlich?!

 

Aber natürlich war das dennoch eher der kleinere Teil, es waren auch unglaublich viele motivierte Leute mit dabei – nicht zuletzt auch die vielen ehrenamtlichen Helfer! Das es wohl kurzfristig auch noch zu einer Trennung vom Veranstalter “ImPose” kam, hat man dem Abend nicht angemerkt und es war alles in allem ein wundervoller Abend!
Lediglich die späte Verlosung war ein Wermutstropfen und die etwas träge laufenden Spenden (auch wenn ich wie gesagt hoffe, dass es sich trotzdem gelohnt hat!). Danke Myriam für den tollen Einsatz und den tollen Abend!

 

Kennt ihr denn jemanden, der an Krebs erkrankt ist oder habt ihr sogar schon jemanden daran verloren? Mein erstes Erlebnis mit dieser furchtbaren Krankheit hatte ich mit 6 Jahren in der Grundschule – als ein Klassenkamerad (ebenfalls gerade einmal 6 Jahre alt) an einem Tumor starb. Nur wenige Tage nachdem ich mich geweigert hatte, eine seltene Karte aus einem Trading Card Game mit ihm zu tauschen…danach habe ich mich furchtbar lange sehr, sehr schlecht gefühlt deswegen! Auch einen Arbeitskollegen habe ich schon an die Krankheit verloren, eine weitere Kollegin hat die Krankheit zum Glück erstmal besiegt.

Bitte denkt aber immer daran: Lebt jeden Tag, als könnte es der Letzte sein! Und bitte (vor allem liebe Frauen): nutzt unsere kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt, mindestens einmal jährlich! Vieles ist früh erkannt noch gut behandelbar; aber je später entdeckt, desto schlechter oder unmöglich die Chance auf Genesung… also auf, auf!