Vorsätze – vorsätzlich verdrängen

Eigentlich hatte ich bereits um Neujahr herum überlegt diesen Artikel zu schreiben – der Titel an sich steckte seitdem in meinen “Entwürfen” hier. Andererseits: Gerade um das Neujahr schreiben so viele über (Neujahrs)Vorsätze, ihre Ziele und Träume; da wollte ich mich nicht auch noch mit einreihen müssen und in der Masse untergehen. Das zumindest war mein erster Gedanke dazu.
Die eigentliche Intention war, einen Beitrag über mein eigenes hadern mit “Vorsätzen” zu schreiben und warum ich mir gerade zu Neujahr nichts konkretes mehr für das kommende Jahr vornehme. Denn ich weiß: Es kommt sowieso anders – oder gar nicht.

Warum? Ich halte mich nicht an eigene Vorgaben, solange mir kein großer Schaden dadurch entsteht. Jawoll – die traurige Wahrheit! Wenn ich Ziele habe und etwas verändern möchte, dann tue ich es einfach spontan, weil ein Wunsch und eine Idee gerade da sind. Aber ein festes Vorhaben mit strengem Zeitplan? Oh Gott, ich drehe mich lieber nochmal im Bett herum – und oh! – die neue Serie wollte ich doch auch mal anschauen. Später.


Zumindest tröste ich mich damit, dass ich immer wieder beobachte, dass auch viele andere die sich tatsächlich Neujahrsvorsätze vornehmen, sehr oft und oft auch schnell wieder davon abkommen. Denn es gibt immer gerade etwas anderes, “wichtigeres” zu tun – man verdrängt die eigenen Vorsätze quasi vorsätzlich. Bis sie zu zum wiederholten Jahresende wieder aufploppen.
Dieses “im Kreis rennen” hat mich letztlich dazu veranlasst mir einzugestehen, dass es für mich persönlich absolut keinen Unterschied macht, im neuen Jahr “alles anders und besser” machen zu wollen bzw. es nicht zu wollen. Ich finde es viel deprimierender, auch im Jahr drauf noch das gleiche Ziel zu haben – deswegen stecke ich mir lieber (zugegebenermaßen oft in einer Welle des Tatendrangs) während des Jahres immer mal wieder ein Ziel oder gehe ein Vorhaben spontan an.


Welche Pläne deswegen ein bisschen in der Schwebe stehen?
– regelmäßiger auf meinem Blog zu posten (auf Instagram klappt das ja schon ganz gut – weil schnell – aber naja…)
– den Spagat lernen (also wirklich mit der Mitte auf den Boden kommen, ansonsten würde ich mich zumindest schon mal als halbwegs gelenkig bezeichnen, immerhin an meiner Sportmotivation mangelt es nicht sooo sehr. Nur manchmal. ;-))
– den Onlineshop ausbauen (zum Sport, mit dem Freund Abendessen oder lieber endlich was für den Shop machen? Nun…letzteres steht zu selten in der engeren Auswahl)

Was mich trotzdem motiviert, an aktuellen Vorhaben festzuhalten:
Ich würde jetzt gerne schreiben “Ich!” – aber nein, leider oft nicht wirklich. Dafür zählen sehr groß externe Faktoren. Ein Lob im Fitnessstudio oder gute Ergebnisse im Checkup motivieren mich zumindest auch die nächsten 3-4 Wochen weiter zu machen.
Der zweite Punkt ist: Mir vorzustellen, wie es ist, ein Ziel bereits erreicht zu haben – und sich natürlich darüber im klaren zu sein, dass das nicht von alleine passieren wird. Also nicht weiter drüber nachdenken, sondern machen – und zwar am besten sofort! Dabei ist mir auch klar, dass ich nicht zu viele verschiedene Dinge auf einmal angehen sollte (sonst bleibt so gut wie alles “halbfertig” auf der Strecke), sondern das ich wirklich lieber bei aktuellen Vorhaben zu bleiben, bis ich diese ganz oder zumindest zufriedenstellend erreicht habe.


Wie ist es bei euch? 
Macht ihr euch zum Jahreswechsel noch Vorsätze? Oder lasst ihr alles auch eher auf euch zukommen und packt Dinge lieber spontan an wie ich? Wie motiviert ihr euch – egal ob Jahresvorsatz oder Spontaneinfall? 😉

[Outfit: Pussy Deluxe, Outfit-Fotos: Cat Mason]

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