[Mekong-Flusskreuzfahrt Vietnam & Kambodscha] Teil II: Kambodscha

Tag 5:
Von früh morgens bis nach dem Mittag waren wir auf dem Weg von Vietnam nach Kambodscha – und hatten daher doch mal über einen halben Tag zur “freien Verfügung” an Bord. Das wurde allgemein sehr chillig gemacht – auf den Liegen und bei einem kühlen Drink. (An jenem Tag holte ich mir auch – trotz 50er Sonnencreme – einen halbseitigen Sonnebrand – bravo! :D)
Just in einem Moment, in dem ich kurz das Deck verlies, bekam mein Partner die Nachricht von unserem Guide, dass unsere Koffer wieder da sind – ich kam also nichtsahnend nach zwei Minuten wieder zurück und freue mich erstmal total! Allerdings haben wir erst am Tag drauf die Möglichkeit zum Flughafen dort zu fahren, aber wenigstens sind sie nicht mehr verschollen, nachdem ich gerade noch mein letztes gekauftes Shirt trage! *puh*
Für den Grenzübergang sind unsere Reisepässe eingesammelt worden plus das Visum-Geld (a 35 Dollar), dafür mussten wir nicht einmal persönlich vorstellig werden! (Geht halt auch nicht überall… ;-))
Auf dem Mekong selbst konnte man auch nicht wirklich einen Grenzübergang ausmachen, nur ganz in der Ferne blinkten ein paar verschiedenfarbige Bojen im Wasser.

Als wir dann endlich das Visum hatten, schipperten wir die restlichen Meter bis nach Phnom Penh, wo wir nachmittags auch endlich ankamen.
Phnom Penh ist die Hauptstadt Kambodschas und mit ca. 1,5 Millionen Einwohnern (und mindestens so vielen Rollern!) auch ziemlich voll!
Unser erster Tagespunkt begann dann also mit einer Cyclotour durch die Stadt (ganz schön aufregend nachmittagszur beginnenden Rush Hour). Unterwegs hielten wir immer wieder an ein paar Sehenswürdigkeiten und Rathan, unser Guide, erzählte uns jeweils etwas dazu. So erfuhren wir auch wie Phnom Penh eigentlich zu seinem Namen kam (einem Hügel – Phnom – dort und einer Frau, die Penh hieß ;-)) und probierten unterwegs noch Lotusblumensamen, die nach unreifen Nüssen schmecken. (Nicht jedermanns Geschmack, aber ich fand sie ganz in Ordnung ;-))

Danach waren wir noch bei einer einheimischen Familie eingeladen, die ein kleines “Hinterhofrestaurant” für uns aufbauten. Und natürlich durften auch ein paar “einheimische” Speisen nicht fehlen. So kamen neben Curry und Nudeln auch Ameisen, Frosch und Schlange auf den Tisch. Zumindest an den Frosch (aber nur ganz wenig, irgendwie hat es mir dann doch zu leid getan *snief*) und an die Ameisen habe ich mich getraut, die übrigens nicht wirklich nach etwas schmeckten, dafür aber etwas “kitzelig” im Nachgang waren *lach*
Das Essen wirklich bei einer einheimischen Familie daheim zu erleben, war definitiv ein Erlebnis – und zum Abschluss durften wir mit den Kindern noch zu 90er Songs tanzen (WMCA war natürlich auch mit dabei – sehr zu aller Erheiterung!).
Nach dem Abendessen machten wir noch einen Abstecher in die Stadt zum Night Market und ergatterten ein paar Kleidungsschnäppchen!

Tag 6:
Tag 6 stand ganz im Zeichen eines ernsteren Themas: Dem roten Khmer und den Killing Fields.
So besuchten wir zuerst die Killings Fields (bzw. eines der vielen davon) – insgesamt kamen auf den Fields über 200.000 Menschen ums Leben und die Geschichten erinnern teilweise sehr an das Nazi-Regime in Deutschland. Abgesehen von den Fields wurden nach Schätzung 1- 2 Millionen Menschen von dem Roten Khmer umgebracht – ziemlich heftig, vor allem wenn man auf den Feldern steht und unter sich noch Zahn- und Knochenreste sieht – die nicht extra abgegrenzt sind (was einfach nicht möglich ist, da sie teilweise alle paar Meter nach einem Regen an die Oberfläche kommen)! *puh*


Aber auch Massengräber gibt es und wir erfahren nebenher sehr viel über die Vorgänge damals, Kinder wurden oft vor den Augen der Mütter einfach an Bäume geschlagen, bis sie tot waren. Natürlich stehen auch diese Bäume noch und auch allerlei menschliche Reste, Knochen und Kleidungsstücke, erinnern an die Taten. Auf jeden Fall nichts für zarte Gemüter!

Direkt nach den Killing Fields ging es weiter in das Tuol Sleng Museum S21, das ein Sicherheitsgefängnis war. Wobei es eher auch mit den damaligen KZs vergleichbar ist – enge Räumchen, sehr unmenschlich und allerlei Folterwerkzeug. Selbst Blutspritzer und Handabdrücke kann man noch finden und es läuft einem dabei mehr als einmal kalt den Rücken herunter.
Vor Ort waren auch zwei Überlebende, die ihre Geschichten als Bücher verkauften und denen man natürlich auch Fragen stellen konnte. Das hat von uns nicht wirklich jemand gemacht – dafür waren wir alle viel zu erschlagen von all den Informationen und Ansichten.

Danach hatten wir dann einige freie Zeit (die brauchte man nach so einem Thema auch) – wir nutzen sie allerdings um nur kurz etwas zu essen und dann unseren Koffer am Flughafen abholen zu fahren (natürlich klassisch mit einem Tuk-Tuk). Da der Flughafen doch etwas weiter weg war, waren wir sicherlich über eine Stunde mit Hin- und Rückfahrt beschäftigt und kamen gerade so zum Abendprogramm auf dem Schiff wieder: Eine traditionelle Tanzgruppe mit Mädels und Jungs führte uns ein Stück vor. Natürlich in traditioneller Tracht (das Kostüm mit dem Fischschwanz war ja mein Favorit!) und unter anderem mit Kokosschalen als Untermalung zur Musik.

Den Abend haben wir dann noch in der Nähe in einem lokalen Restaurant verbracht und danach sind wir fast schon alle ins Bett gefallen – der Tag hatte es ganz schön in sich!

Tag 7:
Um sieben Uhr ging es nach dem Frühstück direkt los zu einem kleinen Dorf am Rande des Mekongs – einem Silber- und Kupferschmiededorf. Wir wurden vor Ort schon von Verkäuferinnen begrüßt (ehrlich gesagt, war mir das fast schon wieder zu tourimäßig – ich mag es einfach nicht bedrängt zu werden…), aber die Produktion des Silberschmucks mal wirklich live zu sehen war schon sehr intressant. Mein Freund gönnte sich ein paar Ohrringe mit Elefanten – die zwischenzeitlich natürlich mehr oder weniger in meinen Besitz übergegangen sind…. 😉
Danach durften wir das Dorf noch auf eigene Faust erkunden – am Ende der Straße fanden wir natürlich einen kleinen (und sehr süßen) Tempel, den wir inspizierten.


Danach ging es wieder aufs Schiff und weiter nach Kampong Tralach. Dieses Dorf ist noch relativ touristenfern (bis auf den Tempel dort) und daher relativ ruhig. Wahlweise mit einem Ochsenkarren oder Fahrrädern durften wir bis zum Tempel fahren – wir entschieden uns für die Ochsen, einfach um es mal miterlebt zu haben. Und es ist gar nicht ganz so wackelig wie ich dachte, sogar ganz angenehm.;-)
Im Tempel angekommen erhielten wir eine Segnung vom dortigen Mönch und auch Armbändchen, welche uns hoffentlich Glück und Gesundheit bringen werden. Natürlich haben wir unsere Bändchen immer noch am Arm – erst wenn sie Abfallen, wird das Glück kommen – und dazu muss man es dann in ein Gewässer oder einen Fluss werfen (ist klar, sonst kann das Glück nicht “herkommen”) – aber bis jetzt halten die Bändchen einfach zu gut 😉


Am Abend hatten wir dann wieder freie Zeit für uns auf dem Schiff.

Tag 8:
So langsam stieg in mir Panik auf – bald war der Urlaub schon wieder zu Ende *snief*
Nichtsdestotrotz blieben die Tagespläne gut ausgefüllt und so machten wir uns am Morgen wahlweise mit dem Fahrrad oder mit dem Bus (wir nahmen den Bus) auf zu einer einheimischen Ziegelfabrik. Die Fabriken sind natürlich nicht mit unseren vergleichbar – sie stehen leicht überdacht unter freiem Himmel und alles wird noch mehr oder weniger von Hand und mit einfachsten Mitteln hergestellt. Auch die Ziegel werden noch in kleinen selbst befeuerten Öfen selbst gebrannt.
Dort arbeiten übrigens zum Großteil Frauen – das Frauen arbeiten gehen ist ja eher selten, aber der Job in der Ziegelfabrik ist wohl zu schlecht bezahlt, als das Männer dort arbeiten wollen würden… Hm.


Von Ziegeln ging es dann weiter zu einer einheimischen Töpferin – die natürlich auch alles von Hand machte. Nichts mit Drehschemel! Es wurde sich von Fuß um das jeweilige Tonwerk gedreht! Und trotzdem sahen alle Machwerke sehr, sehr schön aus, sodass einige von uns fleißig einkauften – und auch, da das Geld der Familie direkt zu Gute kommt und so auch die Kinder zur Schule können. Da weiß man einfach direkt, wohin das Geld geht – und mit 1 – 3 Dollar pro Werk (echt sehr günstig, in jedem Markt bei uns viel teurer!) konnte man wirklich zuschlagen (solange es der Koffer zulässt).


Danach konnten wir zu Fuß zu einer nahegelegenden Palmzuckerplantage gehen, auf der wir allerlei mit Palmzucker (vom Palmzucker an sich bis hin zu Schnaps ;-)) probieren durften. Den fleißigen Palmenkletterer durften wir auch live in Action erleben – wohlgemerkt hatte er wohl schon am Morgen ein bisschen was Getrunken und war die ganze Zeit über einfach megamäßig gut gelaunt drauf – winkte und lachte fast ununterbrochen und steckte uns alle damit an 😀

Am Abend hieß es dann zurück aufs Schiff und: Abschiedsdinner! *snief* Den nächsten Tag würden wir nochmal in einem Hotel verbringen und so war es unser letztes Mal Dinner auf dem Schiff. Ganz schön traurig! Dafür machten wir danach auch auf dem Deck noch sehr lange Party (naja, “wir” waren zum Großteil die Barcrew und die Deutschen *lach*) – um kurz nach zwei (oder war es drei?) fiel ich dann todmüde ins Bett – und am nächsten Morgen mussten wir ja schon wieder früh ‘raus.

Tag 9:
Leider ließ es der Wasserpegel nicht zu, auf dem Mekong weiterzufahren bis nach Siem Reap und so mussten wir am Morgen von Bord gehen und mit dem Bus weiterfahren – was eine knapp fünfstündige Tour war. Unterwegs machten wir zum Glück zwei Mal halt, das erste Mal auf einem Markt auf dem es auch “Tarantulas” frittiert gab. Natürlich auch noch Lebende, die uns unser Guide hinhielt – auch ich war mal ganz mutig und lies das Tierchen auf meine Hand krabbeln. Ganz schön fellig!


In Siem Reap wurden wir dann am Royal Ankor Resort abgesetzt und bezogen erstmal unsere Zimmer. Das Hotel ist schön angelegt und hat auch einen schönen Pool mit Poolbar und einem tollen Restaurant. Die Happyhour kam uns natürlich auch noch zu Gute 😉


Zum Tagesabschluss sind wir dann auch nochmal zu dritt in die Stadt gefahren und haben uns auf dem Markt umgeschaut (natürlich nicht ohne noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen) und haben uns alle eine Massage gegönnt. Das war durchaus sehr gewöhnungsbedürftig: Wir zwei Frauen wurden in einen Raum geführt, in dem nur zwei Matratzen auf dem Boden lagen – etwas heruntergekommen, aber dafür war die Massage ganz gut (und beu 6 Dollar für eine ganze Stunde kann man echt nichts sagen!). Mein Liebster wurde in einen separaten Raum geführt – ich dachte natürlich erst an eine normale “Geschlechtertrennung” – aber wie sollte es anders sein, schwirrten auf einem zwei Frauen um ihn herum und auch das eindeutige Angebot blieb nicht aus… *puh* (Natürlich hat er abgelehnt! *lach*)
So entspannt liesen wir den Tag dann aber langsam ausklingen…

Tag 10:
Um vier Uhr morgens aufstehen – Horror für einen Langschläfer wie mich!
Aber nungut, was tut man nicht alles für einen Sonnenaufgang in Angkor Wat…wir stiegen also alle sehr früh in den Bus und stellten uns danach erstmal alle brav am Ticketschalter vor Ort an. Dort wird sogar ein Foto von einem gemacht, dass dann auf das Eintrittsticket kommt! Wahrscheinlich würde der Schwarzmarkt sonst erst recht blühen oder zu viel betrogen werden…
Das Ganze dauert natürlich ein paar Minuten, im Vergleich zu dem Ansturm dort ging es dann aber doch relativ schnell. Danach ging es dann zurück in den Bus und weiter zu den Ruinen. Als allererstes natürlich in Richtung See mit Sonnenaufgang – diese Perspektive gibt es auch auf ganz vielen Postkarten, wahrscheinlich kennen die meisten von euch dieses typische Motiv 😉


Und obwohl wir so extrem früh dran waren, war schon ganz schön was los! Die besten Plätze waren tatsächlich bereits weg, die Sonne kam leider auch nur halbherzig heraus – trotzdem konnten wir ein paar schöne Aufnahmen machen.
Danach ging es dann mit unserem heuten Guide (der übrigens das Tagesmotto “Angkor Whaaaaat?!” vertrat :D) geführt durch die Tempel und Ruinen. Die Anlage ist riesig und wir fuhren mehrmals mit dem Bus weiter von Anlage zu Anlage. Eigentlich bräuchte man tatsächlich mindestens zwei Tage um alle in Ruhe anzuschauen… und als ich hörte, dass einige Kilometer weiter (leider zu weit für den letzten Tag) eine Anlage mit pink-rosanen Steinen steht, beschloss ich auf jeden Fall eines Tages wiederzukommen!


An dieser Stelle lasse ich dann auch ein paar Bilder für sich sprechen – es ist wirklich gigantisch! (Und natürlich kamen wir auch am Tomb Raider Drehort vorbei, aber der war so überfüllt, dass man keine Chance auf ein ruhiges Foto hatte…)

Mittags wurden wir dann zurück zum Hotel gebracht und damit war die Reise im Grunde offiziell beendet *snief*
Wir (mein Partner und ich) checkten also direkt aus und ließen unsere Koffer noch im Hotel – nachdem unser Flug erst abends ging, hatten wir noch ein paar Stündchen Zeit. Also? Na klar! Tuk-Tuk und ab in die Stadt! Dort suchten wir das Hard Rock Cafe in Siem Reap für ein Mittagessen auf und schauten uns dann noch einen Tempel in der Nähe an. Dieser war wirklich sehr, sehr schön – hatte aber auch ein paar Bilder und Darstellungen aushängen, die im Vergleich zu anderen Tempeln ziemlich blutig waren. Schade, dass wir keinen Guide mehr dabei hatten, ich hätte zu gerne danach gefragt!


So ging der Tag dann auch zu Ende und letztendlich ging die Zeit natürlich viel zu schnell herum. Eigentlich hätten wir mindestens nochmal zwei Tage gebraucht um die nähere Umgebung zu erkunden (und zwei Wochen für den Großraum!). Auf jeden Fall war es eine tolle Gruppenreise, die wirklich sehr angenehm und informativ war und ich habe keine Sekunde bereut (außer manchmal ganz kurz beim frühen Aufstehen ;-)). Danke DuMont!

Fotos: www.catmason.de
Text: Daniela Achtert

Reisebericht: New York City in 5 Tagen

 

Puh, New York in fünf Tagen! Da hat man ganz schön viel vor und weiß schon vorher, dass man unmöglich alles schaffen wird. Nichtsdestotrotz haben wir uns ein paar schöne Sachen angeschaut und manchmal auch einfach nur treiben lassen… 🙂
Danke an dieser Stelle vorab an one.de, die das Ganze ermöglicht haben! ♥

Aber nun erstmal ganz von vorne.

Tag 1
Tag eins begann ziemlich unspektakulär mit unserem Abflug von Stuttgart aus nach Zürich und dann direkt weiter nach Newark, dem internationalen Flughafen New Yorks. Nach guten 10 Stunden Flugzeit kam wir dann erst relativ spät abends (um 22 Uhr) in unserem Hotel an: Das Metro Hotel New York City. Direkt im Herzen Manhattans und mit Blick auf das Empire State Buildung gegenüber. Die Zimmer dort sind eher klein bis mittel, aber dafür süß eingerichtet.
Trotz aller Müdigkeit sind wir dann aber direkt nochmal losgezogen, um uns mit “sparkling water” im nächsten Supermakt einzudecken und um zumindest ein paar Minuten New Yorker Luft zu schnappen. 😉
Was einem in dieser riesigen Stadt zuerst auffällt: Autos ohne Ende! Und ein lautes Gehupe sowie Sirenen an jeder Ecke. Nur nachts scheint es für 2-3 Stunden einmal ruhiger zu werden, aber gott sei Dank gewöhnt man sich auch relativ schnell dran – zumindest mussten wir oft grinsen, wenn wieder einmal lauthals losgehupt wurde – das ist man aus Deutschland in dem Ausmaß überhaupt nicht gewohnt!
Nach so einem langen Tag begaben wir uns dann aber doch wieder zurück zum Hotel, vor allem da die Ankunftszeit perfekt zum Tagesrhytmus passte und wir direkt ohne großen Jetlag eine Nacht durchschlafen konnten.

 

Tag 2
Für den zweiten Tag bzw. quasi unseren ersten haben wir uns erstmal nicht viel vorgenommen. Außer fleißig die Gegend zu erkunden – und wenn man schon ein Hotel mitten in Manhattan hat, liegt es natürlich nahe in Richtung Times Square aufzubrechen! Frühmorgens ist natürlich erstmal Rush hour und dementsprechend etwas mehr los, aber auch das legt sich wieder. Ebenfalls sind die Straßen in New York niemals leer, trotzdem ist es noch angenehm genug zum durchkommen – sollte ich nochmals dorthin reisen dann auf jeden Fall wieder außerhalb der Saison!
Und trotz der vielen hohen Gebäude ist alles taghell und wir haben auch Glück mit dem Wetter – 15 Grad und Sonne. Für Mitte November also noch ziemlich gut. Und natürlich gibt es Werbung über Werbung und an jedem Eck Shopping- und Essensmöglichkeiten. Vor allem die kleinen Stände an jeder Straßenecke lernen wir zu schätzen – mal kurz einen Kaffee (der teilweise für amerikanische Verhältnisse ganz gut ist – auf jeden Fall besser als das dünne Wässerchen im Hotel ;-)) oder einen Bagel kaufen und weiter geht’s.

Und so gut gestärkt sind wir dann natürlich auch nach dem Times Square einfach weiter gelaufen – bis zum Central Park. 😉 Diesen haben wir dann nur zu 2/3 durchquert, denn die Dimensionen sind einfach bei allem riesig und irgendwann kann man dann doch einfach nicht mehr, vor allem wenn man den Weg wieder zurück laufen möchte, um noch mehr zu erkunden. Der Central Park ist auf jeden Fall ein sehr hübsch angelegter Park mit mehreren Seen – vor allem im Sommer bestimmt wunderbar um auch zu picknicken, wie man es in vielen Filmen auch immer wieder sehen kann.
Vor dem Park warten mehrere Kutschen, mit denen man diesen umrunden kann und im Park selbst kann man auf einem See auch Boot fahren – beides jedoch relativ teuer, sodass wir dann eben doch lieber beim Laufen geblieben sind. 😉

 

Shoppingmäßig mussten an dem Tag natürlich der Victorias Secret herhalten und auch ein Blick ins wunderschön dekorierte Macys haben wir geworfen. Allerdings nicht sehr lange, denn dort drinnen war es so dermaßen voll, dass wir bald wieder die Flucht ergriffen haben!
Nach einer teuren Pizza in einem Restaurant (68$ für zwei Gerichte, zwei Getränke und einen Espresso) haben wir uns abends noch eine Bar gesucht. Oder zumindest erstmal lange nach einer gesucht – denn voll sind diese abends allemal! Die meisten zu voll, sodass wir am Ende dann doch in einem “Brauhaus” nach deutscher Art gelandet sind – der Reichenbach Hall. Naja, nach deutscher Art beschreibt so ziemlich wie die Amerikaner die Deutschen sehen: Oktoberfest-like! Wir mussten daher öfter mal sehr grinsen, aber immerhin gab es eben deutsches Bier und das war schonmal viel wert!

 

Macys

Tag 3
Auch wenn mein Freund bereits fußlahm war (man sollte für diese Stadt einfach immer super bequeme Schuhe dabei haben :D), sind wir direkt wieder losgezogen. Diesmal nicht in Richtung Norden, sondern Richtung Süden – zur Brooklyn Bridge! Dabei kamen wir auch an dem Gerichtsviertel vorbei und dem Supreme Court. Das Gebäude ist riesig und es einmal nicht nur in diversen Krimi-Serien zu sehen, sondern live, ist einfach toll!
Kurz danach ist man auch schon an der Brooklyn Bridge – über die Brücke sollte man auf jeden Fall mal gelaufen sein. Und ich muss zugeben, dass sie mir immer viel länger und größer vorkam in all den Filmen! In einer Viertelstunde ist man aber relativ locker einmal über die Brücke geschlendert und konnte dabei tolle Blicke auf die Stadt und den Fluss werfen. Für den Rückweg haben wir dann ein Schiff zurück auf die andere Seite genommen – in nur einer Minute waren wir auf der anderen Flusseite – mit entspannt umschauen haben die regelmäßigen Schiffslinien in New York auf jeden Fall nicht viel zu tun *lach*

 

Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter und zwar zur kostenlosen Staten Island Ferry, mit der man logischerweise nach Staten Island fahren kann. Vor den Eingängen stehen unter anderem auch Spürhunde, denn es ist wirklich recht viel los! Bei der Fahrt kommt man auch an der Freiheitsstatue vorbei, was für uns eigentlich der einzige Grund war um damit zu fahren, auch wenn Staten Island einige schöne Fleckchen haben soll. Dort angekommen haben wir klassisch erstmal beim Subway zu Essen gefasst und haben dann eine Fähre zurück genommen.

 

Natürlich ging es dann zu Fuß wieder weiter in Richtung Manhattan zurück. Dabei kamen wir unter anderem an dem 9/11 Monument vorbei, in welches ein Wasserfall eingelassen ist, sowie alle Namen der zu Betrauernden eingelassen sind. Auf jeden Fall auch ein Touristenmagnet, denn wir mussten uns erstmal ein freies Plätzchen drumherum suchen. Gehört aber auch zu den Sachen, die man sich in New York anschauen sollte!

Tag 4
Darauf hatte ich mich mit am meisten gefreut: Coney Island! Ihr kennt sicherlich fast alle das Riesenrad aus den ganzen New York Filmen – dieses befindet sich genau dort am Strand. Und Strand! Natürlich auch ein großer Punkt um dort vorbei zu schauen! Von unserem Hotel aus konnten wir mit einer Express-Linie der Subway direkt bis nach Coney Island durchfahren (wir haben uns eine wiederaufladbare Metrocard gekauft, pro Fahrt zahlt man so ca. 2.75$ pro Person) und nebenher bei der 40-minütigen Fahrt auch noch ein bisschen die Stadt anschauen, denn die Bahn fuhr nicht durchweg im Untergrund.

Wenn man an der Endhaltestelle Coney Island aussteigt hat man es auch nur noch wenige Meter bis zu besagtem Riesenrad bzw. Freizeitpark (der im November natürlich schon geschlossen hatte, was ganz gut war, da es sonst bestimmt sehr trubelig dort zugeht) und dem Strand mit der Promenade.

 

Wir waren sehr früh da (schon am frühen Vormittag), sodass einige Essensbuden noch geschlossen hatten, aber einen (dünnen) Filterkaffee konnten wir immerhin ergattern. Der Strand selbst ist auch ganz hübsch – nicht außergewöhnlich aber trotzdem schön genug, um entspannt daran entlang zu laufen. Auch wenn der ein oder andere wieder Plastikmüll hat liegen lassen, aber es hielt sich im Vergleich zu vielen anderen Stränden dann noch im Rahmen. Auch ein Aquarium befindet sich direkt in strandnähe, das haben wir uns aber nicht näher angeschaut. Dafür haben wir in der Nähe vom Bahnhof ein Burger-Restaurant gefunden, das “Wahlburgers” (klingt ziemlich Deutsch oder? :-)), das ziemlich in Ordnung war. Danach ging es dann zurück mit der Expresslinie nach Manhattan.

 

Tag 5
Der letzte Tag! Glücklicherweise ging der Flieger erst um 22 Uhr (Abholung am Hotel um 17:30 Uhr), sodass wir nochmal herumgeschlendert sind und dabei tatsächlich Shopping-Panik ausbrach! Wir hatten bisher so wenig gekauft, dass wir das unbedingt noch nachholen mussten (unter anderem im Sephora, wo wir beide mit “Hello Ladies” begrüßt wurden – tja, armer Schatz, so ist das mit langen Haaren *lach*)!

Und ich wollte ja unbedingt noch in das “Black Tap” – bekannt für seine Giant Milkshakes! Wir hatten am Vortag schon einen Versuch unternommen, aber die Schlange davor schien so lang, dass wir es dann doch gelassen haben. Also:Taxi geschnappt (mussten wir ja am letzten Tag auch noch unbedingt machen ;-)) und zum Black Tap fahren lassen. Selbst nachmittags gab es natürlich schon eine Schlange – ca. 10 Personen waren vor uns und wir mussten im kalten Wind sicherlich eine halbe Stunde ausharren, bis wir endlich reingelassen wurden. Das Black Tap ist aber auch einfach ziemlich winzig, da ist es kein Wunder, dass es eigentlich immer voll ist. Also schnell meinen Cotton Candy Milkshake bestellt und mich gefreut, es doch noch hierhin geschafft zu haben *puh* Auch wenn 15$ für einen Shake mit ein bisschen Süßkram natürlich schon relativ teuer ist und auch in keiner Relation mehr zu der Warterei steht – trotzdem: ich wollte es einfach mal gemacht haben, würde aber kein zweites Mal so lange dafür anstehen, dafür war es eben doch nicht besonders genug 😉

Danach ging es mit dem Taxi wieder zurück Richtung Hotel und noch ein wenig herumschlendern, bis wir schließlich abgeholt wurden. Tschüss New York! Ich möchte auf jeden Fall nochmal wiederkommen und habe am Ende sogar das Gehupe vermisst ♥

Restliche Shoppingausbeute

 
Zwar kann man auch bei uns in Deutschland VS shoppen, in den USA ist es aber nicht nur günstiger, sondern hat einfach auch mehr Flair *lach*
Forever21 Ausbeute – aus der Kinderabteilung! Für 12/13-Jährige – nunja, was soll ich sagen? Passt perfekt!

 

Durch Zufall am Hard Rock Cafe vorbei gekommen…musste sein!
Fazit zum Hotel
Das Metro Hotel hat natürlich eine geniale Lage! Die wichtigsten Sachen erreicht man zu Fuß und auch die Subways sind alle nicht weit enfernt. Die Zimmer sind sauber und das Personal supernett! Einziger Minuspunkt ist das Frühstück: Es gibt nicht genug Sitzgelegenheiten (man muss sich also im Zweifelsfall was mit aufs Zimmer nehmen) und die Auswahl ist mies: Bagel, süßer Toast, Muffins und Süß-Aufstriche und Cornflakes. Joghurt gibts auch und ein bisschen Obst, aber weit und breit kein Brot oder sowas wie Wurst oder Käse – oder einfach irgendetwas nicht Süßes! Es ist einfach alles süß und das fand ich zumindest nicht so prickelnd – wir haben auch nur an 2 von den 5 Tagen dort gefrühstückt.